EXTRA TIP-Wirtschaftsgipfel mit Thema "Afrika" bei B.Braun

1 von 29
2 von 29
3 von 29
4 von 29
5 von 29
6 von 29
Vorstandsmitglied Volker Stern (Volksbank Kassel-Göttingen) und die Europaabgeordnete Martina Werner.
7 von 29
Geschäftsführer Andreas Fehr (Fa.Fehr), Ex-Wirtschaftsminister Dieter Posch und der Vorstandsvorsitzende der Kasseler Sparkasse, Ingo Buchholz .
8 von 29

Es war schon überraschend, wie viele Firmen und Initiativen aus Nordhessen in Afrika tätig sind. Doch so richtig koordiniert geht man dort nicht vor. Und die Bundesregierung hält sich auch zurück, anstatt Infrastrukturmaßnahmen zu fördern. Beim EXTRA TIP-Wirtschaftsgipfel wurden erste Ideen geboren, wie es besser weitergehen kann.

Melsungen.  „Der 15. EXTRA TIP-Wirtschaftsgipfel ist der größte, an dem ich teilgenommen habe – und der interessanteste“, konnte der B.Braun-Vorstandsvorsitzende Heinz-Walter Große feststellen. 45 Fachleute hatten sich im Melsunger Stadtwald getroffen.

 Große, seit zwei Jahren Präsident der „Subsahara-Initiative der deutschen Wirtschaft“ zog eine ernüchternde Bilanz der bisherigen Aktivitäten der deutschen Firmen in Afrika. Außerhalb Südafrikas gebe es keine Produktionsstätten deutscher Firmen.

Und große Infrastrukturmaßnahmen unter deutscher Leitung? Fehlanzeige! B.Braun selbst produziert in Südafrika, hat seit Jahrzehnten gute Kontakte in zahlreiche afrikanische Staaten und bietet aktuell Zusatzausbildungen für junge Afrikaner (Master) in Melsungen an.

 Professor Dr. Freytag vom Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft sieht den Kontinent im Aufwind: „Der Kontinent ist in Bewegung. Es bildet sich eine Mittelschicht. Seit 25 Jahren befreien sich täglich 125.000 Menschen aus der Armut. Afrika ist nicht mehr der 4K-Kontinent – Krisen, Katastrophen, Kriege, Korruption. Afrika ist eine Anstrengung wert.“ Der Afrika-Verein hat als Orientierung Für Firmen eine Ampel entwickelt: Rot steht für Krieg, Grün für Stabilität. Jens Rose (Gleisbau) machte unverblümt klar, dass der deutsche Mittelstand, der sich um Infrastruktur kümmert, von der Politik im Stich gelassen wird. Rose ist heilfroh, dass er ohne Konkurs aus seinem Afrika-Abenteuer gekommen ist.

„Afrika hat ein großes Potential, ist aber nur ein kleiner Markt“, bilanzierte Pierre Pascal Urbon, der mit SMA gerade mal 15 Millionen Euro Umsatz dort macht. Der Wettbewerb aus Asien ist stark. Und für chinesische Firmen übernimmt der Staat das Risiko. „Wir produzieren lieber in Niestetal-Valley.“

„Hübner hat eine Firma in Afrika übernommen“, informierte Geschäftsführer Helge Förster. Und hat dort viel gelernt. „Gott hat uns Deuschen die Uhr gegeben. Den Afrikanern den ganzen Tag.“ Projekte dauern ziemlich lange.

Verlässliche Beziehungen in zahlreiche afrikanische Staaten bot Bischof Professor Dr. Martin Hein an: „Wir finanzieren mit einem Fonds jährlich die Ausbildung für 3000 junge Menschen.“

 In der Landwirtschaft ist K+S aktiv, so die Afrika-Beauftragte Alexa Hergenröther. Und beklagt, dass die Kleinbauern die Ernte weder lagern, noch verkaufen können. „So verpufft die Entwicklungshilfe völlig.“ Da hat ihr die Bilanz von Pierre Urbon (SMA) sicher Mut gemacht: „die traditionellen Handelsstrukturen werden wegbrechen. Das Internet gibt allen Unternehmern die Möglichkeit, am Markt teilzunehmen. Eine große Chance für Afrika.“

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Eventuelle Folgetäter: Tresor geklaut bei Einbruch in eine soziale Einrichtung in Fritzlar

Die Täter brachen den Tresor aus der Verankerung und nahmen ihn komplett mit.
Eventuelle Folgetäter: Tresor geklaut bei Einbruch in eine soziale Einrichtung in Fritzlar

Fritzlar will den Hessentag

Mehrheit der Stadtverordneten hat entschieden, sich für Landesfest im Jahr 2024 zu bewerben
Fritzlar will den Hessentag

Dorfmoderation: Stadt Homberg in neues Förderprogramm des Landes aufgenommen

Seit diesem Jahr bietet das neue Förderangebot Dorfmoderation Unterstützung für acht Städte und Gemeinde, darunter auch Homberg, an.
Dorfmoderation: Stadt Homberg in neues Förderprogramm des Landes aufgenommen

Bäckerei Plücker eröffnete neue Filiale im ehemaligen „Brede’s Back Paradies“

Riesig war der Andrang am Mittwoch bei der Eröffnung der 43. Filiale der Bäcker-Brüder Plücker in Gudensberg.
Bäckerei Plücker eröffnete neue Filiale im ehemaligen „Brede’s Back Paradies“

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.