EXTRA TIP-Wirtschaftsgipfel mit Thema "Afrika" bei B.Braun

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Vorstandsmitglied Volker Stern (Volksbank Kassel-Göttingen) und die Europaabgeordnete Martina Werner.
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Geschäftsführer Andreas Fehr (Fa.Fehr), Ex-Wirtschaftsminister Dieter Posch und der Vorstandsvorsitzende der Kasseler Sparkasse, Ingo Buchholz .
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Es war schon überraschend, wie viele Firmen und Initiativen aus Nordhessen in Afrika tätig sind. Doch so richtig koordiniert geht man dort nicht vor. Und die Bundesregierung hält sich auch zurück, anstatt Infrastrukturmaßnahmen zu fördern. Beim EXTRA TIP-Wirtschaftsgipfel wurden erste Ideen geboren, wie es besser weitergehen kann.

Melsungen.  „Der 15. EXTRA TIP-Wirtschaftsgipfel ist der größte, an dem ich teilgenommen habe – und der interessanteste“, konnte der B.Braun-Vorstandsvorsitzende Heinz-Walter Große feststellen. 45 Fachleute hatten sich im Melsunger Stadtwald getroffen.

 Große, seit zwei Jahren Präsident der „Subsahara-Initiative der deutschen Wirtschaft“ zog eine ernüchternde Bilanz der bisherigen Aktivitäten der deutschen Firmen in Afrika. Außerhalb Südafrikas gebe es keine Produktionsstätten deutscher Firmen.

Und große Infrastrukturmaßnahmen unter deutscher Leitung? Fehlanzeige! B.Braun selbst produziert in Südafrika, hat seit Jahrzehnten gute Kontakte in zahlreiche afrikanische Staaten und bietet aktuell Zusatzausbildungen für junge Afrikaner (Master) in Melsungen an.

 Professor Dr. Freytag vom Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft sieht den Kontinent im Aufwind: „Der Kontinent ist in Bewegung. Es bildet sich eine Mittelschicht. Seit 25 Jahren befreien sich täglich 125.000 Menschen aus der Armut. Afrika ist nicht mehr der 4K-Kontinent – Krisen, Katastrophen, Kriege, Korruption. Afrika ist eine Anstrengung wert.“ Der Afrika-Verein hat als Orientierung Für Firmen eine Ampel entwickelt: Rot steht für Krieg, Grün für Stabilität. Jens Rose (Gleisbau) machte unverblümt klar, dass der deutsche Mittelstand, der sich um Infrastruktur kümmert, von der Politik im Stich gelassen wird. Rose ist heilfroh, dass er ohne Konkurs aus seinem Afrika-Abenteuer gekommen ist.

„Afrika hat ein großes Potential, ist aber nur ein kleiner Markt“, bilanzierte Pierre Pascal Urbon, der mit SMA gerade mal 15 Millionen Euro Umsatz dort macht. Der Wettbewerb aus Asien ist stark. Und für chinesische Firmen übernimmt der Staat das Risiko. „Wir produzieren lieber in Niestetal-Valley.“

„Hübner hat eine Firma in Afrika übernommen“, informierte Geschäftsführer Helge Förster. Und hat dort viel gelernt. „Gott hat uns Deuschen die Uhr gegeben. Den Afrikanern den ganzen Tag.“ Projekte dauern ziemlich lange.

Verlässliche Beziehungen in zahlreiche afrikanische Staaten bot Bischof Professor Dr. Martin Hein an: „Wir finanzieren mit einem Fonds jährlich die Ausbildung für 3000 junge Menschen.“

 In der Landwirtschaft ist K+S aktiv, so die Afrika-Beauftragte Alexa Hergenröther. Und beklagt, dass die Kleinbauern die Ernte weder lagern, noch verkaufen können. „So verpufft die Entwicklungshilfe völlig.“ Da hat ihr die Bilanz von Pierre Urbon (SMA) sicher Mut gemacht: „die traditionellen Handelsstrukturen werden wegbrechen. Das Internet gibt allen Unternehmern die Möglichkeit, am Markt teilzunehmen. Eine große Chance für Afrika.“

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