Nominiert für den Engagementpreis: FaFritz will nach Berlin

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Der fünfköpfige Vorstand des Familienzentrums, bestehend aus (v.li.) Mona Uchtmann-Haubrich, Alexandra Haupt, Ellen Duscha, Sabine Lauterbach und Kerstin Michel-Senf, freut sich über die Nominierung für den Deutschen Engagementpreis.

Das Frauen- und Familienzentrum in Fritzlar ist als einziger Verein aus dem Schwalm-Eder-Kreis für den Deutschen Engagementpreis nominiert.

Fritzlar. Insgesamt stellt Hessen 41 Nominierte für den Deutschen Engagementpreis. Mit dem Preis soll das freiwillige Engagement von Menschen, Initiativen, Unternehmen sowie öffentlichen Verwaltungen anerkannt und wertgeschätzt werden. Die Preisverleihung findet im Dezember in Berlin statt. In Nordhessen sind vier Vereine dabei. Aus dem Schwalm-Eder-Kreis hat es jedoch nur ein Verein unter die Auserwählten geschafft. Das Familienzentrum in Fritzlar, kurz FaFritz, ist nominiert. Und das aus gutem Grund.

Das Frauen- und Familienzentrum in Fritzlar setzt sich bereits seit 2002 für Frauen und Familien in Fritzlar und Umgebung ein. Mit vielen verschiedenen Angeboten möchte FaFritz Frauen und Familien bestmöglich in ihrem Lebensalltag unterstützen. Dafür bietet der Verein Kontaktmöglichkeiten, Beratung und Hilfestellungen an. Dabei sei es dem Verein besonders wichtig, mit seinen Angeboten und Aktionen möglichst viele Menschen anzusprechen - unabhängig von deren Alter, sozialer, nationaler oder kultureller Herkunft, so der Vorstand. „Uns ist es wichtig, alle Generationen anzusprechen. Wir wollen Brücken bauen zwischen Menschen und Institutionen in Fritzlar“, erklärt die Vorsitzende des fünfköpfigen Vorstands Mona Uchtmann-Haubrich.

Zeit, um zu helfen

Mittlerweile zählt FaFritz 75 Mitglieder. 30 Frauen zwischen 18 und 80 Jahren bringen sich mit ihren Familien aktiv in das Vereinsleben ein – allesamt ehrenamtlich. Das FaFritz-Frühstück, Second-Hand-Basare, Café-Klapperstorch, Basteln und Kochen mit Kindern, Kinderferienspiele und die Kinderkleiderkammer, die für die materielle Unterstützung einkommensschwacher Familien sorgt, sind nur ein kleiner Bruchteil der Angebote und der Arbeit, die der Verein leistet. Mehrere Stunden Arbeit fließen pro Woche ins FaFritz. Oft wird noch nach Feierabend beim Teamtreff geplant und organisiert. „Wenn wir Familien helfen können, investieren wir gerne die Zeit“, sagt Uchtmann-Haubrich. Der Verein finanziert sich zu großen Teilen selbst. Dies gelingt vor allem durch die Beiträge der Mitglieder und die Spendeneinnahmen aus Veranstaltungen.

Wo ist FaFritz zu finden?

FaFritz hat sein Zuhause im Hellenweg 12 in Fritzlar. Insgesamt drei Etagen stehen für die verschiedenen Angebote zur Verfügung. Die Villa und das 1100 Quadratmeter große Außengelände bieten jede Menge Platz. Das Haus wird von der Stadt Fritzlar kostenfrei zur Verfügung gestellt. Alle weiteren Infos und Veranstaltungen sind auf der Homepage unter www.fafritz.de zu finden oder in der kostenlosen FaFritz-App, damit man alle Termine und Veranstaltungen direkt auf dem Smartphone hat. Ebenso ist der Verein unter Tel. 05622 918 971 oder info@fafritz.de zu erreichen.

Hier ist FaFritz zu Hause. Die Villa im Hellenweg 12 in Fritzlar bietet jede Menge Platz. Auf insgesamt drei Etagen stehen verschiedene Angebote zur Verfügung.

+++Extra Info: Wie alles begann+++

Der Grundstein für FaFritz wurde im Herbst 2001 gelegt. Innerhalb des Projektes AGENDA21 der Stadt Fritzlar schlossen sich einige engagierte Frauen zusammen, um in der Arbeitsgruppe „Frauen und Familie“ tätig zu werden. Das Ziel eines Frauen- und Familienzentrums wurde durch das Projekt „Familientisch“ des Hessischen Sozialministeriums unterstützt. Im August 2002 schlossen sich die AGENDA21 Arbeitsgruppe „Frauen und Familie“ sowie die Projektgruppe „Familientisch“ zum Verein „FaFritz - Frauen- und Familienzentrum in Fritzlar e.V.“ zusammen.

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