Leben am Limit: MB-Media-Volontärinnen fasten

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An Aschermittwoch begann für viele die sogenannte Fastenzeit. In dieser verzichten Einige von uns auf diverse Genussmittel, Speisen oder Getränke. MB-Media Volontärinnen Natalie Chociaj und Melina Lindner fasten jetzt auch.

Schwalm-Eder. An Aschermittwoch begann für viele die sogenannte Fastenzeit. In dieser verzichten Einige von uns auf diverse Genussmittel, Speisen oder Getränke. MB-Media Volontärinnen Natalie Chociaj und Melina Lindner entschieden sich dazu, die 40 Tage bis Ostern ebenfalls zu fasten und haben die erste Woche schon hinter sich gebracht.

Natalies erste Woche

Ich bin ein richtiger Cola-Junkie und liebe Süßigkeiten. Vor allem im Büro greife ich gerne zu meinem Nervenfutter. Als Melina und ich uns überlegt haben, worauf wir am wenigsten verzichten könnten, habe ich lange mit mir gekämpft. 40 Tage ohne Cola? Für mich unvorstellbar. Mittlerweile habe ich die erste Woche „überlebt“. Neue Alternativen wie Apfelsaftschorle und Wasser stehen die nächsten Wochen auf dem Programm. Wasser? Wasser ist eigentlich zum Blumen gießen da und trinke ich eigentlich nicht in Unmengen. Zum Teil merke ich, wie meine Laune sinkt, weil ich auf mein Zuckerwasser verzichten muss. Vergangenen Freitag war ich mit Freunden bei Burger King. Zu meinem Menu bestellte ich mir das erste Mal eine Fanta. Die Freude stand mir ins Gesicht geschrieben. Die Anderen zogen mich mit meiner Fanta auf – immerhin ist meine Cola-Sucht kein Geheimnis. Die Fanta schmeckte auch nicht wirklich lecker. Wer weiß, wann die letzte davor verkauft wurde.

Auf Süßes zu verzichten ist nicht ganz so schwer. Als Kind habe ich es zur Fastenzeit allerdings nie geschafft, die Wochen bis Ostern komplett auf Schnucke zu verzichten. Am Wochenende packte mich abends der Heißhunger. Zum Film bietet es sich ja an, diversen Süßkram vor sich stehen zu haben. Mein Gang zum Schnuckeschrank endete damit, dass ich nach einer Tüte mit Nüssen griff. Ich habe mir fest vorgenommen bis Ostern durchzuhalten. Woche eins war „hart“.

Melinas erste Woche

Jetzt habe ich den Salat: 40 Tage vegan, als langjähriger Vegetarier doch kein Problem, dachte ich. Wie naiv ich doch vor einer Woche noch war. Nie hätte ich mir träumen lassen, wie sehr mir Feta und der Kakao vom Bäcker meines Vertrauens fehlen würden. Zum Glück bin ich von vielen wundervollen Menschen umgeben, die ihre Küchen mit Sojamilch auf meinen Besuch vorbereiten und mir Rezepte suchen – und mit mir kommendes Wochenende vegane Kekse backen. Einen eigenen „Bleib stark, Linchen“-Fanclub (meine Freunde nennen mich Lin oder Linchen) habe ich auch. Wenn die Kekse schmecken, kann ich mir sogar vorstellen, ganz auf vegane Ernährung umzusteigen. Ich habe mich noch nicht ganz durch alles gefuchst, aber auch noch 33 Tage Zeit. Genug also, um meinen eigenen Tofu-Feta zuzubereiten und mich durch sämtliche Soja-Schokomilch-Varianten zu probieren, die der Markt so hergibt. Grünes Licht von meinem Arzt habe ich jedenfalls bekommen. Denn eine ausgewogene Ernährung ist auch ohne tierische Produkte möglich. Jetzt muss ich nur noch meinen inneren Schweinehund an der Leine lassen und stark bleiben. Was hoffentlich nicht zu schwer sein sollte, denn nach dem Reinheitsgebot gebrautes Bier ist auch vegan. War übrigens meine erste Suchanfrage auf Google.

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