Felsberger wandern entlang der geplanten Südlinktrasse

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Auf ihrem Wanderweg stellen die Teilnehmer Schilder auf, um auf die Verunstaltung der Landschaft durch die Monsterleitungen hinzuweisen.

Felsberg. Erwachsene und Kinder folgten der Einladung durch die Bürgerinitiative für ein lebenswertes Felsberg und machten sich am Sonntagvormittag auf den Weg, um den geplanten Trassenverlauf der Höchstspannungsgleichstromleitung (HGÜ) SüdLink zwischen Wolfershausen und Neuenbrunslar in Augenschein zu nehmen. Sie stellten Hinweisschilder zu SüdLink auf, um andere Wanderer und Fahrradfahrer darauf aufmerksam zu machen, welche monströsen Bauwerke in Zukunft die wunderschöne Landschaft möglicherweise verunstalten werden.Dabei wurden sie vom Felsberger Bürgermeister Volker Steinmetz unterstützt, der sich bei der Bürgerinitiative und ihrem ersten Vorsitzenden Hilmar Löber für ihr Engagement bedankte.

"Erst diese Wanderung hat mir vor Augen geführt, wie der Bau der Megastromleitung das Edertal zerstören wird", erklärt einer der Teilnehmer. Sollten die Planungen aus dem Entwurf des Netzentwicklungsplans 2015 Realität werden, würden drei Leitungen mit insgesamt 12 GW Leistung auf riesigen Masten von Deute kommend in unmittelbarer Nähe zum Amselhof und weiter zwischen Wolfershausen und Neuenbrunslar entlang geführt. Anschließend würden sie die Eder überqueren. Da bereits zwei 380 KV Leitungen vorhanden sind, müssten die Masten der neuen Trasse erheblich höher werden, um die vorhandenen Leitungen zu überqueren. Die Waldstücke in Richtung Deute und oberhalb des Radwegs entlang der Eder würden für den Bau abgeholzt. Auf der anderen Seite der Eder müssten breite Schneisen in den Markwald geschlagen werden, bis die Leitungen dann entlang der A7 in Richtung Süden weiter verlaufen. "Und das alles für eine Stromleitung, deren Nutzen für die Bürger nicht nachvollziehbar ist" sagt Hilmar Löber.

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