Feuerwehr im Einsatz: Wohnhaus brennt in Niedenstein

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In Niedenstein-Wichdorf brennt ein Wohnhaus. Die Flammen greifen auf Nachbarhäuser über.

Niedenstein-Wichdorf. Zu einem Wohnhausbrand kam es am frühen Sonntagmorgen gegen 6.25 Uhr in Niedenstein Wichdorf. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand ein Gebäude in der Fünffensterstrasse bereits im Vollbrand, auf ein weiteres hatten die Flammen bereits über gegriffen und ein drittes Haus war auf Grund er engen Bebauung in Gefahr. In den Häusern befanden sich insgesamt 12 Personen die zum Glück alle gerettet werden konnten.

Nach letzten Informationen wurde niemand verletzt. Alle drei Häuser mussten als unbewohnbar eingestuft werden.  Die Hausbewohner wurden durch den Malteser Hilfsdienst seelsorgerisch betreut und mit Hilfe des Bürgermeisters bei Nachbarn und Freunden untergebracht. Wie es zu dem Brand kommen konnte ist aktuell noch nicht bekannt.

Die Polizei hat bereits die Ermittlungen aufgenommen.  Die Wasserversorgung war nach Angaben von Einsatzleiter Andreas Schäfer von der Feuerwehr Niedenstein zu Beginn kritisch, denn es wurden in den ersten Minuten rund 10.000 Liter Wasser benötigt. Trotz der Widrigkeiten hatten die Einsatzkräfte den Brand nach rund einer Stunde unter Kontrolle.

Zum Einsatz kamen neben der Feuerwehr aus Niedenstein, auch die Feuerwehren aus Gudensberg und Fritzlar mit jeweils einer Drehleiter und insgesamt rund 120 Einsatzkräften. Die abschließenden Löscharbeiten werden sich nach Angaben der Feuerwehr noch bis in die Mittagsstunden.

Neuigkeiten am Sonntagmittag, 14.46 Uhr: Polizei teilt erste Ermittlungsergebnisse mit

Nach den ersten Ermittlungen gab die Polizei bekannt: Bei den beiden stark beschädigten Häusern handelt es sich um zweiFachwerkhäuser die durch die jeweils angrenzenden Scheunen sowie einer Garage verbunden sind. Gegen 06.00 Uhr wurde der Brand durch eine 24-jährige aus Weilburg und ihren 27-jährigen Freund, die dort bei der Familie des 27-jährigen zu Besuch waren, entdeckt.

Die beiden jungen Leute reagierten ruhig und besonnen setzten einen entsprechenden Notruf an die Polizei ab und brachten dann alle Hausbewohner, darunter einen 69-jährigen Gehbehinderten aus dem brennenden Haus. Insgesamt befanden sich zu diesem Zeitpunkt sieben Menschen im Haus, die glücklicherweise alle unverletzt blieben.

Bei Eintreffen der Feuerwehr brannte das Haus bereits komplett und hatte auf die Scheune des nebenstehenden Anwesens übergegriffen. Auch ein, ca. zwei Meter hinter dem ursprünglichen Brandhaus stehendes Anwesen an der Falkensteinstraße, wurde in Mitleiden-schaft gezogen. Aus den beiden ebenfalls betroffenen Häusern wurden durch die Feuerwehr und Rettungskräfte weitere vier Personen evakuiert.

Es kamen 120 Feuerwehr- und Rettungskräfte der Feuerwehren Niedenstein, Fritzlar, Gudensberg und Kassel zum Einsatz, denen es nach ca. 1 ½ Stunden gelang das Feuer unter Kontrolle zu bringen und zu löschen. Die ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei Homberg ergaben, dass es sichbei der Brandursache möglicherweise um einen technischen Defekt eines eingeschalteten Luftkompressors gehandelt haben könnte, der sich in der Garage des Anwesens befand.

Zu weiteren Ermittlungen werden in den nächsten Tagen Brandursachenermittler des Hessischen Landeskriminalamtes hinzugezogen. Der Gesamtsachschaden bei allen drei Häusern wird derzeit auf 170.000 EUR geschätzt. Das eigentlich betroffene Haus ist komplett ausgebrannt und wird wegen Einsturzgefahr abgerissen. Bei umliegenden Häusern musste aus Sicherheitsgründen für kurze Zeit der Strom abgestellt werden.

Die vom Brand betroffenen Hausbewohner sind bis auf weiteres bei Verwandten und Nachbarn untergebracht. Derzeit wird von der Feuerwehr noch eine Brandwache gehalten, da sich im Haus immer noch Glutnester befinden können.Text und Fotos: Hessennews.TV

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