Neun Feuerwehrleute aus dem Schwalm-Eder-Kreis mit Goldenem Brandschutzehrenzeichen geehrt

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Die neun geehrten Feuerwehrleute zusammen mit Landrat Winfried Becker sowie den Bürgermeistern von Spangenberg (Peter Tigges), Schrecksbach (Andreas Schultheis), Niedenstein (Frank Grunewald), Morschen (Ingo Böhm) und Gilserberg (Rainer Barth).  Foto: Privat

Ausgezeichnet wurden Brandschützer aus Gilserberg-Sebbeterode, Gilserberg-Sebbeterode, Morschen-Heina, Niedenstein-Wichdorf, Schrecksbach, Schrecksbach-Röllshausen und Spangenberg-Vockerode/Dinkelberg.

Homberg. Für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft in einer Freiwilligen Feuerwehr wurden vor kurzem neun Brandschützer aus Gilserberg, Morschen, Niedenstein, Schrecksbach und Spangenberg mit dem Goldenen Brandschutzehrenzeichen am Bande geehrt. Die Verleihung erfolgte im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Stabsraum des Fachbereichs 37 (Brand, Katastrophenschutz und Rettungswesen) und wurde von Landrat Winfried Becker im Namen des Hessischen Innenministers Peter Beuth durchgeführt.

Winfried Becker bedankte sich bei den Feuerwehrmännern für ihr langjähriges Engagement, welches in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich sei und nutzte auch die Gelegenheit, um den anwesenden Vertretern der Feuerwehr Gilserberg zum zehnjährigen Bestehen der „First Responder“ Einheit noch einmal zu gratulieren.

In 40 Jahren habe sich bei den Gefahren aber auch gesellschaftspolitisch einiges gewandelt, betonte der Landrat: „Wir können im Schwalm-Eder-Kreis stolz sein, dass wir nach wie vor so viele Menschen haben, die sich in einer Feuerwehr für Andere engagieren.“ Diese Menschen seien immer dann zur Stelle, wenn jemand Hilfe benötige, lobte das Kreisoberhaupt und wies darauf hin, dass es im Landkreis aktuell rund 5.100 Feuerwehrleute gibt: „Bei uns funktioniert das noch alles im Bereich der Freiwilligkeit. Das ist keine Selbstverständlichkeit.“

Von oben herab angeordnete Fusionen zwischen Feuerwehren erteilte Winfried Becker eine klare Absage. Zusammenschlüsse könne man nicht einfach anordnen, sondern diese müssten aus den Reihen der Feuerwehr heraus selber angestoßen werden, meinte der Landrat: „Der Faktor Mensch ist entscheidend. Es gilt, möglichst jeden Feuerwehrangehörigen mitzunehmen.“

Um auch in Zukunft für Freiwillige attraktiv zu sein, sei es unbedingt erforderlich die Organisation Feuerwehr interessant zu machen und auch zu halten, sagte Winfried Becker. „Wichtig ist es, die jungen Leute in die Einsatzabteilungen zu bekommen.“ Die Attraktivitätssteigerung gerade im Hinblicke auf potenzielle Führungskräfte sei eine enorm wichtige Aufgabe für die Zukunft, stellte der Landrat fest und gab zu bedenken, dass man in diesem Zusammenhang gerade im administrativen Bereich über eine Entlastung des Ehrenamts nachdenken müsse.

Becker machte abschließend deutlich, dass sich die Arbeit der Feuerwehr auch im ländlichen Raum in den letzten vier Jahrzehnten enorm verändert habe. Brände heute seien mit dem klassischen Scheunenbrand von früher überhaupt nicht mehr zu vergleichen, erklärte das Kreisoberhaupt: „Ohne Atemschutz ist ein Brandeinsatz gar nicht mehr denkbar.“

Im Namen der anwesenden Kommunalpolitiker bedankte sich Schrecksbachs Bürgermeister Andreas Schultheis bei den altgedienten Feuerwehrleuten für 40 Jahre Einsatzbereitschaft und machte anhand einer einfachen Rechnung deutlich, dass jeder einzelne Feuerwehrmann seiner Kommune in dieser Zeit 250.000 Euro gespart hat. „Das ist euer gesellschaftlicher Anteil, für eure Städte und Gemeinden“, lobte der Verwaltungschef.

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KURZ INFO

Wurden mit dem Goldenen Brandschutzehrenzeichen am Bande geehrt:

Thomas Böse (Gilserberg-Sebbeterode), Christian Scheibeler (Gilserberg-Sebbeterode), Jürgen Vöhl (Gilserberg-Schönstein), Horst Bernhardt (Morschen-Heina), Hartmut Sauer (Niedenstein-Wichdorf), Klaus Lampp (Schrecksbach), Arnold Fischbach (Schrecksbach-Röllshausen), Frank Wieprecht, (Schrecksbach-Röllshausen), Volker Steinhäuser (Spangenberg-Vockerode/Dinkelberg).

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