Flaniermeile der Genüsse: Herbstlicher Wecke- und Worschtmarkt in Borken

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Auch der neunte Wecke- un Worschtmarkt lockte wieder zahlreiche Genießer nach Borken.

Borken. Am Wochenende fand der kulinarische Herbstanfang in Borken statt, bereits zum neunten Mal hatten heimische Bäcker und Metzger zum nordhessischen Wecke- und Worschtmarkt eingeladen. „Insgesamt haben wir diesmal 61 Stände, mehr geht nicht“, freute sich Organisator Berthold Schreiner und bedankte sich zugleich bei allen Anwohnern, die bereitwillig ihre Parkplätze für den Markt geräumt hätten. Auffällig war allerdings seine gelbe Regenjacke, „in all den Jahren zuvor hat es noch nie geregnet“, bedauerte er das wechselhafte Wetter.

Das hielt die Besucher jedoch nicht vom Besuch der alljährlichen „Flaniermeile der Genüsse“ ab. Nach der offiziellen Eröffnung durch die beiden Obermeister des Lebensmittelhandwerks, Olaf Nolte und Fritz Kästel, sowie Borkens Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm, zog es die ersten Gäste ins historische Rathaus. Dort ging eine Portion des traditionellen Marktessens nach der anderen über den Tresen: Weckewerk mit Kartoffeln und Gurke. „Ich komme extra deswegen hierher“, schwärmte Uwe Bläsing aus Gensungen und ließ sich die nordhessische Spezialität schmecken.

An vielen anderen Stellen gab es ebenfalls Leckeres zu probieren, etwa bei Wolfgang Wiegand aus Harle. Neben einer ganzen Batterie an Stracken und Runden, lockte der Duft von frisch angebratener Gelbe-Rüben-Wurst an seinen Stand. Ein paar Schritte weiter bot Michael Bastian seine kulinarischen Köstlichkeiten aus dem Vogelsberg an: Lamm-Salami natur, mit Fenchel oder mit Walnüssen ließen Genießerherzen höher schlagen.

Auch die Bäcker wussten ihre Kunden zu begeistern, Fabian Dippel vom Schwälmer Brotladen in Gilserberg etwa zog frisches Brot aus dem Holzofen, das seinen Duft über den Markt verbreitete. Leuchtend-gelbe Oliven-Löwenzahn-Ringe waren dagegen der Blickfang bei Ronny Köder vom Gudensberger Backhaus Schwarz. Würziger Käse, delikater Räucherfisch und süße Brotaufstriche ergänzten das vielfältige Sortiment.

Wer vom vielen Flanieren und Probieren hungrig und durstig geworden war, kam an zahlreichen Imbiss- und Getränkestationen auf seine Kosten, beispielsweise bei Hermann Waldmann, der süffigen Federweißen ausschänkte.

Am Nachmittag überreichten der Bürgermeister, Staatssekretär Mark Weinmeister und Vizelandrat Jürgen Kaufmann die Urkunden an die ausgezeichneten Betriebe der Bäcker- und Fleischerinnung und warben für das heimische Handwerk.

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