Fotostrecke zur Lego-Ausstellung "Zusammengebaut": Tausende kamen nach Borken

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Millionen Steine, akribische Feinarbeit, bunte Miniaturwelten und strahlende Kinderaugen: Die fünfte Legoausstellung „Zusammengebaut“ in Borken suchte mal wieder ihresgleichen.

Am Wochenende platzte der Saal des Borkener Hotels am Stadtpark aus allen Nähten. Auf 600 Quadratmetern zeigten 40 Aussteller, was sie in vielen Stunden ihrer Freizeit mühsam kreiert haben.

Mitten im Getummel der Lego-Ausstellung "Zusammengebaut" schwenkte eine Kamera des hr-Fernsehens von Tisch zu Tisch. Immer wieder im Bild: Andres Lehmann, der Kopf der Veranstaltung. Zum inzwischen vierten Mal konnte er Aussteller Christian Schenk in Borken begrüßen. Der Gudensberger hatte sich diesmal Unterstützung von Leon Froherz geholt. „Zusammen haben wir unsere kleine Welt aufgebaut. Wir nennen sie Brick Commonwealth“, erklärte Schenk. Etwa ein halbes Jahr lang hatten sie an der Umsetzung ihrer Miniaturwelt gearbeitet. Die vielen staunenden Gesichter waren es ihnen wert. Vor allem um den flotten Zug, der unaufhörlich Runde um Runde um die Häuserblocks drehte, hatte sich schnell eine Menschentraube gebildet.

Kaum ein Durchkommen war auch am Stand von Han Hoekstra. Der Niederländer war extra für die Borkener Legoausstellung aus seiner Heimat angereist. Nachdem er bereits an einer Messe im Norden Deutschlands teilgenommen hatte („Da wurde mir die Ausstellung in Borken empfohlen“), verschlug es ihn nun auch zum ersten Mal überhaupt nach Nordhessen. Mit im Gepäck des Niederländers: ein pompöses Herbstschloss. „Dazu gibt es auch noch andere Bauten – ein Winter-, ein Sommer- und ein Frühlingsschloss“, erklärte Hoekstra. Das Schloss, das tausende Besucher in Borken bestaunten, habe er frei erfunden. Lediglich einige Bilder aus dem Internet habe er sich als Ideengeber zu Rate gezogen.

Allein die Gartenanlage des Schlosses mit dem strahlend blauen Wassergraben und der abgerundeten Schlossmauer war ein echter Hingucker. Vier Monate lang hat Hoekstra in hingebungsvoller Detailarbeit an seinem Schloss gewerkelt. „Das Wasser hat etwa 15.000 Steine. Insgesamt sind es dann vielleicht 40.000 Steine. Es können aber auch ein paar Tausend mehr oder weniger sein“, so der holländische Baumeister. Am meisten zu entdecken gab es zweifellos am 19 Quadratmeter großen Stand von Mike Fischer.

Um die vielen Geschichten, die seine riesige Lego-Welt erzählten, entdecken zu können, hätten Besucher wohl mehrere Stunden an seinen Tischen verweilen müssen – bei dem massiven Besucherandrang unmöglich. Aber auch der kurze Blick lohnte sich. In der Welt des Lego-Lieberhabers aus Borken-Großenenglis standen beispielsweise Donald Trump und Angela Merkel Seite an Seite im Kampf gegen die Apokalypse, während Slipknot live am Wacken Open Air.

Und während sich im Hotel-Obergeschoss unzählige Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern tummelten, schoben sich die Besuchermassen auch durch das Erdgeschoss. Im Raum „Kurhessen“ nutzten besonders kreative Gäste die Gelegenheit, selbst aktiv zu werden und ihre Fantasien in Lego-Realität umzusetzen.

Nebenan versuchte Angelika Waldmann vom Spielwarengeschäft „Villa Kunterbunt“ den Wünschen und Fragen ihrer vielen Kunden gerecht zu werden. Im Eingangsbereich stärkten sich die Besucher mit kalten und warmen Getränken sowie Waffeln, Kuchen, Würstchen, Leberkäse und vielem mehr. Die Servicemitarbeiterinnen Bettina Meister und Nadine Gue vom Hotel hatten alle Hände voll zu tun.

Rubriklistenbild: © Seeger

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