Jahreshauptversammlung Freiwillige Feuerwehr Mosheim: Ernste Töne und viele Ehrungen

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Ein Leben für die Freiwillige Feuerwehr Mosheim: (v.li.) Manfred Marx (Vorsitzender FFW Mosheim), Heiko Pöhler (stellvertretender Wehrführer), Werner Marx (Ehrenmitglied), Fritz Botte (Ehrenmitglied), Harald Otto (Wehrführer), Sindy Marx (Ortsvorsteherin Mosheim).

Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Mosheim wurden neben Dankesreden und Ehrungen auch ernstere Töne angestimmt. Die FFW habe ein großes Sorgenkind.

Grund zur Freude für die Geehrten: (v.li.) Manfred Marx (Vorsitzender FFW Mosheim), Herbert Vaupel (Bürgermeister Malsfeld), Heinz Boßmann (Feuerwehrverbandsgemeinde Melsungen), Kurt Hain, Heiko Pohler (stellvertretender Wehrführer), André Kirchhoff, Harald Otto (Wehrführer) und Oliver Garde (Gemeindebarndinspektor Malsfeld). Mosheim.  Zwei große, wichtige Themen beherrschten die Diskussionen bei der Jahreshauptversammlung der Mosheimer Freiwilligen Feuerwehr (FFW). Insbesondere das Fehlen von Atemschutzgeräteträgern sei das Sorgenkind der Brandbekämpfer. Wehrführer Harald Otto machte deutlich: „Wir sind in diesem Punkt nicht einsatzfähig“. Die Konsequenzen erläuterte er am Beispiel eine Kellerbrandes, den die nach wenigen Minuten eintreffende örtliche Wehr in Mosheim nicht bekämpfen konnte. „Die Gefahrenlage erforderte den Einsatz Atemschutzgeräten – und die fehlten, weil niemand dafür ausgebildet ist. Die Mosheimer Einsatzkräfte mussten warten, bis die Wehr aus dem Nachbarort Ostheim mit ausgebildeten Kräften eintraf. Im Falle dieses Einsatzes sei der Brandschaden gering geblieben. Man habe noch mal Glück gehabt.

Grund zur Freude für die Geehrten: (v.li.) Manfred Marx (Vorsitzender FFW Mosheim), Herbert Vaupel (Bürgermeister Malsfeld), Heinz Boßmann (Feuerwehrverbandsgemeinde Melsungen), Kurt Hain, Heiko Pohler (stellvertretender Wehrführer), André Kirchhoff, Harald Otto (Wehrführer) und Oliver Garde (Gemeindebarndinspektor Malsfeld).

Der Stellvertretende Vorsitzende Hans-Werner Hocke informierte über das zweite große Thema: die für Hessen geltende Rauchmelderpflicht. Er rief in Erinnerung, dass „bereits das Einatmen einer Lungenfüllung mit Brandrauch“ tödlich sein kann. Hocke: „Der Rauchmelder ist der beste Lebensretter“.

Dennoch gab es auch erfreuliche Töne auf der Jahreshauptversammlung: In ihrem Grußwort dankte Ortsvorsteherin Sindy Marx den Feuerwehrleuten für die Arbeit und Ihren Einsatz. In seinem Jahresbericht erläuterte Wehrführer Otto die zwölf Einsatze seiner Abteilung. Dazu gehörten vier Brände, drei Einsätze nach Unwettern Ende Juni, drei Hilfeleistungen zur Beseitigung von Ölspuren, einem Brandsicherungsdienst bei einer Großveranstaltung und ein Fehlalarm.

Ein Leben für die Freiwillige Feuerwehr Mosheim: (v.li.) Manfred Marx (Vorsitzender FFW Mosheim), Heiko Pöhler (stellvertretender Wehrführer), Werner Marx (Ehrenmitglied), Fritz Botte (Ehrenmitglied), Harald Otto (Wehrführer), Sindy Marx (Ortsvorsteherin Mosheim).

Die Freiwillige Feuerwehr sei darüber hinaus gut aufgestellt. Demnach hat die Mosheimer Wehr derzeit 138 Mitglieder. Die Einsatzabteilung zähle ebenso wie Ehren- und Altersabteilung und Jugendfeuerwehr jeweils 16 Personen. Die Kindergruppe betreue sechs Zöglinge.

Zu den Gästen gehörten der Malsfelder Bürgermeister Herbert Vaupel, Gemeindebrandinspektor Oliver Garde und der Vertreter des Feuerwehrverband Melsungen, Heinz Boßmann, die Erfahrungen, Einsichten und Grüße aus ihren Zuständigkeitsbereichen übermittelten. Natürlich gab es auch Auszeichnungen: Manfred Marx, Vorsitzender FFW Mosheim, ehrte Kurt Hain, Torsten Köbberling, Udo Schmidt und Thomas Weingarten für 40 jährige Mitgliedschaft. Alexander Apel und André Kirchhoff erhielt eine Ehrenmedaille für 25 jährige Zugehörigkeit. Die altgedienten, langjährigen Vorstandsmitglieder Fritz Botte und Werner Marx erhielten den Titel eines Ehrenmitglieds der FFW Mosheim.

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