Fritzlar: Märchenfestival war eine süße Sache

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Fritzlars Beitrag zum Märchenfestival „Fünf auf einen Streich“ konnte sich sehen lassen... und essen...

Fritzlar. Wenn gereifte rote Gewächse auf edelsüße Knabberstücke und frivole Märchen treffen, dann steht dem genussvollen Gaumenerlebnis eigentlich nichts mehr im Wege. "Ich verspreche ihnen, es wird eine spannende, pikante und leckere Angelegenheit", verkündete Stadtmarketing-Geschäftsführerin Christine Scholz. Und das war keinesfalls übertrieben.

Fernab von saurem Fusel und staubigen Weihnachtsmannresten entführten Andreas Terstiege und Florian Hetzler die experimentierfreudigen Weintrinker in ein Reich der unbegrenzten Möglichkeiten zwischen zartem Schmelz und Bacchus‘ Freuden. Etwa 25 Feinschmecker wollten sich diesen süffisanten und süßen Beitrag zum Märchenfestival "Fünf auf einen Streich" natürlich nicht entgehen lassen und ließen sich die vier edlen Rebsorten und zwölf ausgesuchten Schokoladenspezialitäten förmlich auf der Zunge zergehen.

Das Ganze gestaltete sich so variantenreich wie manche Ehe, denn perfekte Harmonie, Traumpaare und totale Ergänzungen wechselten einander ab. "Jeder Wein hat seine eigene Schokolade", sagte Florian Hetzler, der zu einer trockenen Riesling Spätlese eine dunkle Schokolade mit 70 Prozent Kakaogehalt und einer Prise Meersalz kredenzte. Für das Geschmacksfeuerwerk ist es absolut wichtig, dass die süßen oder bitteren Erzeugnisse aus der Hand des Konditormeisters im Mund bereits einen Schokoladensee gebildet haben. Kommt dann Terstieges Wein hinzu, begegnen sich beide Aromen und verbinden sich zu einem geschmackvollen Glücksgefühl.

Aber nicht nur die traditionelle Kakaobohne war in aller Munde, sondern auch Nüsse, karamellisierte Mandeln, Chilipulver oder Marzipan. Das märchenhafte Duett zwischen Manfred Ochs und Michaela Wicke von der Stadtführergilde rundete den gelungenen Abend im Josephskeller ab. Besonders Letztere sorgte mit ihrem eindrucksvollen Erzählstil bei den verschiedenen Rotkäppchen-Variationen für Furore, denn dort spielt der Wein ja auch eine gewisse Rolle. (hil)

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