Fritzlar-Ungedanken: Autokran macht sich selbständig

Der Ausleger des Autokrans machte sich selbstständig, legte sich erst auf das Dach und brachte dann durch den immer höher werdenden Druck den ganzen Kranwagen in Schräglage.
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Der Ausleger des Autokrans machte sich selbstständig, legte sich erst auf das Dach und brachte dann durch den immer höher werdenden Druck den ganzen Kranwagen in Schräglage.

Zu einem Unfall mit einem Autokran kam es heute Mittag in Fritzlar-Ungedanken. Bei Bauarbeiten an einem Balkon auf der Rückseite eines Wohnhauses in der „Oberen Ostenbachstraße“, fiel aus bislang ungeklärten Umständen eine Leiter auf eine am Boden liegende Fernbedienung eines Autokranes.

Ungedanken. Die Leiter brachte unglücklicherweise einen Hebel der Fernbedienung auf die Position „Senken“, so dass sich der Ausleger selbstständig machte, sich erst auf das Dach legte und im Verlauf durch den immer höher werdenden Druck den ganzen Kranwagen in Schräglage brachte.

Ein Mitarbeiter einer Tiefbaufirma, welche in unmittelbarer Nähe am arbeiten war, eilte sofort zu dem auf der Straße stehende Kranwagen und brachte den dortigen Bedienhebel auf die Gegenstellung um weiteren Schaden abzuwenden. Da die Fernbedienung jedoch gegenüber dem Fahrzeug immer Priorität hat und der Hebel noch immer durch die Leiter blockiert war, brachte diese Aktion zunächst keinen Erfolg. Erst als der Kranführer den Notaus-Knopf drückte, kam alles zum Stillstand. „Bis einer gemerkt hatte, woran es liegt, war es schon zu spät“, kommentierte einer der Arbeiter den Unfall.

Zunächst musste die Einsatzstelle abgesichert werden und der Kran durch die Feuerwehr stabilisiert und gesichert werden. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr unterbauten das sich in Schräglage befindliche Fahrzeug mit Rüstholz und hydraulischen Geräten. Eine hydraulische Winde sicherte das Fahrzeug vor dem wegkippen. Anschließen musste der hohe Druck von dem völlig durchgebogenen Ausleger genommen werden. Hierzu mussten auch die seitlichen Stützen des Fahrzeuges unterbaut werden, damit diese das gesamte Fahrzeug noch etwas anheben und der Kranausleger entlastet werden konnte.

Laut dem stellvertretenden Stadtbrandinspektor Jens Brachmann zerstörte der Kran Teile des Dachstuhls. Wie hoch der Sachschaden ist, konnte vor Ort nicht abschließend geklärt werden. Obwohl das Gebäude vollständig bewohnt ist, waren zum Unfallzeitpunkt glücklicherweise keine Personen im Gebäude.

Erst im April 2020 kam es am gleichen Gebäude zu einem Dachstuhlbrand. mpu)

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