Fritzlarer als Entwicklungshelfer im Katastrophengebiet Myanmar

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„Wenn der Monsun alles zerstört“ – Christian Ide hilft im ehemaligen Burma.

Von HEIKE KNAUFF-OLIVER

Fritzlar-Werkel. In Myanmar, auch als Burma bekannt, herrschen derzeit katastrophale Zustände. Starker Regen und Stürme führen zu Überschwemmungen. Menschen ertrinken in den Fluten und verlieren ihr Hab und Gut. Christian Ide aus Fritzlar-Werkel ist vor Ort und hilft den Ärmsten der Armen.

"Mein Sohn Christian rief mich am 4. August in den Morgenstunden aus Myanmar an und bat um eine Soforthilfe von 6.000 Euro. Er schilderte die Zustände als unvorstellbar. Ich habe das Geld sofort an diesem Tag überwiesen", so schildert Fritz Ide aus Werkel den Hilferuf dem ein spontaner Noteinsatz folgte. Mit den finanziellen Mitteln des Vereins "Save the Families Souls" (SFS), war es möglich, tausenden Flutopfern in Myanmar (Burma) schon direkt zu helfen.

Christian Ide, der als Entwicklungshelfer im Zentrum des Landes tätig ist, erlebt die derzeitig verheerenden Zustände mit und hilft wo er kann. In den vergangenen Wochen haben sintflutartige Regenfälle und heftige Stürme zu unzähligen Springfluten und Erdrutschen geführt. Tausende Häuser, Äcker, Brücken und Straßen sowie Strom- und Telefonverbindungen wurden zerstört. Giftige Schlangen und Reptilien bedrohen die hilflosen Menschen zusätzlich.

Laut Christian Ide sind alle, bis auf eine, der 14 Provinzen betroffen. Es ist fast alles vernichtet. Nicht nur die aktuellen Erntevorräte sondern auch das Saatgut für die nächsten Jahre. Die Menschen verloren ihre Höfe, die Ställe, das Vieh, ihre Existenz. Wobei wieder die Ärmsten der Armen betroffen sind. "In der Sinde Padaung Gegend konnten wir, dank ‘SFS’, zusammen mit lokalen Partnern Fluthilfe für tausende besonders stark betroffene Familien leisten", erklärt Ide, in einer elektronischen Nachricht.

"Wir haben bis jetzt in und um die Stadt Einwohner mit lebenswichtigen Hilfsgütern versorgt", berichtet er. Über 7 Tonnen Reis, 3.000 Fertignudelgerichte, 1.200 Liter Trinkwasser in Flaschen, 800 Dosen Fisch sowie Medizin und Verbandsmaterial verteilte er bislang mit seinen Mitteln und Helfern.

Doch landesweit sind mehrere Millionen Menschen betroffen. Hunderttausende benötigen Schätzungen zufolge umgehend Ernährungshilfe. Diese Zahlen werden mit großer Wahrscheinlichkeit steigen, sobald vollständige Informationen über das Ausmaß der Katastrophe vorhanden sind. Und die Lage bleibt dramatisch: Die Zahl der Todesopfer lag nach Regierungsangaben bei über 100. Vor allem in den Küstenregionen des Irrawaddy-Deltas wird in den kommenden Tagen mit weiter steigenden Pegeln gerechnet.

"Der gemeinnützige Verein ‘Save the Families Souls’ ist seit 2013 in Myanmar aktiv. Unsere freiwilligen Mitarbeiter vor Ort leisten in Kooperation mit der Schule, in der mein Sohn tätig ist, Nothilfe für tausende betroffene Familien. Bitte helfen Sie uns, den betroffenen Kindern und Familien in Myanmar zu helfen! Jeder Euro zählt", appelliert Fritz Ide, der von Werkel aus den Verein leitet und dafür sorgt, dass jeder Cent dort ankommt wo er hingehört, nämlich für die Hilfe vieler Familien und deren Existenz.

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EXTRA INFO

So kann man helfen

Verein: Save the Families Souls e.V.IBAN: DE 39 5205 2154 01100112 28BIC: HELADEF1MEGWer auf der Überweisung seine Anschrift angibt, erhält eine Spendenquittung

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