Fritzlarer Martin Volke ist Deutschlands bester Schweinehalter

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Strahlender Sieger: Martin Volke (Mitte) aus Fritzlar – hier mit Dr. Dirk Hesse (li.) und Uwe Bräuning – wurde in Berlin mit dem „CeresAward“ als Schweinehalter des Jahres ausgezeichnet.

„CeresAward“ für 27-jährigen Junglandwirt – „Volke hat immer das Tierwohl im Blick“, sagt die Jury

Fritzlar/Berlin. Seinen Schweinen geht es bestens. Martin Volke aus Fritzlar hat auf dem Lindenhof alles so eingerichtet, dass seine Tiere unter besten Bedingungen groß werden können. Das blieb auch über die Grenzen der Domstadt hinaus nicht unbemerkt. Und so wurde der 27-Jährige kürzlich für den „CeresAward“, der Wahl zum Landwirt des Jahres, nominiert (wir berichteten). Seit Mittwochabend steht fest: Der Fritzlarer darf sich zu Deutschlands Landwirt-Elite zählen. Bei der Preisverleihung in Berlin – der „Nacht der Landwirtschaft“ – sahnte Volke den Award in der Kategorie Schweinehalter ab.

„Der Gewinner in der Kategorie Schweinehalter hat bereits sehr früh Verantwortung für den Betrieb übernommen und ihn mit viel Herzblut und Leidenschaft fit für die Zukunft gemacht. Der experimentierfreudige Landwirt findet für jedes Problem eine Lösung – vor allem wenn es darum geht, seinen Schweinen ein hohes Maß an Tierwohl zu bieten. Und das vermittelt er der Öffentlichkeit auch aktiv vor Ort“, so die Juroren über Martin Volke.

Das Wohl seiner Tiere liegt ihm am Herzen: In Martin Volkes Stall werden die Schweine bestens versorgt.

Schon als kleines Kind habe er bei seinem Opa auf dem Bulldog gesessen. Sein Großvater sei es auch gewesen, der ihm das Einmaleins der Landwirtschaft auf dem traditionsreichen Familienbetrieb, dem Lindenhof, beibrachte. „Mit viel Herzblut und Leidenschaft übernahm Martin Volke später immer mehr Verantwortung für den Betrieb. Mit Anfang 20 war der Hofnachfolger bereits für die komplette Landwirtschaft zuständig“, skizzierten die Juroren seinen Werdegang. Dazu gehören laut Jury mittlerweile neben 130 Hektar Land, davon 15 Hektar Gemüse, gut 1.800 Mastschweine und 2.400 Legehennen.

„Im Grunde genommen dreht sich aber alles um die Schweine“, so der ausgezeichnete Landwirt. Das Besondere dabei: Der 27-Jährige mästet schwere Metzgerschweine mit einem Schlachtgewicht bis 130 Kilogramm, die über den familieneigenen Hofladen, Catering, Schulverpflegung und auf Wochenmärkten vermarktet werden.

Herzstück des Betriebs ist der neue Maststall für rund 1.200 Schweine. Die Jury hob noch einmal hervor, dass der junge Landwirt vor allem das Wohl seiner Tiere im Blick habe: „Neben einem großzügigen Platzangebot bietet er den Schweinen in den gut strukturierten Buchten ständig Futter über Raufen (Futtertröge; Anm. d. Red.) an. Kühltürme an den Giebelseiten sorgen im Sommer für angenehme Temperaturen im Stall. Für ihn ebenso wichtig ist der Verzicht auf Antibiotika im Maststall.“

All dies will Volke auch der Öffentlichkeit vermitteln. Regelmäßig bietet er Führungen an, bei denen sich Kunden, Interessierte und Schulklassen ein Bild machen können.

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EXTRA INFO

Kriterien für den „CeresAward“

Entscheidend für den Sieg sind nach Angaben des Initiators, dem Landwirtschaftsmagazin „agrarheute“, nicht Höchstleistungen auf dem Feld oder im Stall, sondern beste wirtschaftliche Ergebnisse bei gleichzeitiger Berücksichtigung bäuerlicher Unternehmertugenden wie Mut, Ideenreichtum und Verantwortungsbewusstsein für Mensch, Tier und Natur. Als Preisgeld erhält der Gesamtsieger 10.000 Euro sowie einen eintägigen Social-Media-Workshop im Wert von 1.500 Euro. Hauptsponsor Deutz-Fahr stiftet zudem 50 Einsatzstunden mit einem Schlepper aus der aktuellen Serie. Die Sieger der Einzelkategorien, wie Martin Volke, erhalten jeweils ein Preisgeld von 1.000 Euro.

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