Fritzlarer Verein Tabitha Global Care unterstützt Bedürftige in Uganda

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Seit 2016 macht sich der in Fritzlar ansässige Verein „Tabitha Global Care“ für Menschen in Uganda stark. Durch Projekte, wollen sie den Menschen ein Stück Lebensqualität bieten. Erst kürzlich sammelte der Verein Nähmaschinen, mit denen künftig HIV-infizierte Frauen Kleider nähen können.

Fritzlar. „Wir suchen mechanische Nähmaschinen für Uganda!“ – mit diesem Aufruf gingen Reinhard Berle und seine Mitstreiter unlängst an die Öffentlichkeit. Berle ist Vorsitzender des Vereins „Tabitha Global Care Germany“. Der gemeinnützige Verein startet und unterstützt Projekte, die es Menschen in Uganda und Sambia ermöglichen ein menschenwürdiges Dasein zu leben.

Eines dieser Projekte ist das „Dörfliche Entwicklungsprojekt für benachteiligte Familien in Kawolokota“. Kawolokota ist ein kleines Dorf, das rund 80 Kilometer nord-östlich der Hauptstadt Kampala im Bezirk Bbaale liegt.

Die Probleme dort: – 90 Prozent der Bevölkerung sind arbeitslos – 76 Prozent sind Analphabeten – 21 Prozent der Jugendlichen ziehen in die Städte und enden oftmals auf der Straße – 15 Prozent der Mädchen werden oft schon mit 13 Jahren Mütter und landen auf der Straße, um der Prostitution nachzugehen. Außerdem ist die Zahl der HIV-Infizierten dort extrem hoch.

Tabitha Global Care betreut in Kawolokota 50 weibliche 50 HIV/Aids-Klienten. „Das sind Frauen mit ihren Kindern oder Enkelkindern. Die Männer sind vielfach bereits verstorben“, erzählt Berle, „die Frauen werden einerseits ausgegrenzt und stigmatisiert und andererseits sind sie durch die Immunschwäche nicht stark genug, um durch Arbeit für den eigenen Lebensunterhalt zu sorgen. Und für diese Frauen bauen wir kleine Selbsthilfeprojekte auf.“

Die Nähmaschinen, die Tabitha Global Care jetzt gesammelt hat, sind für ein Center gedacht, in dem die HIV-infizierte Frauen Kleider nähen, die sie dann verkaufen können, um sich und ihre Familien zu ernähren.“ Berle: „Die Resonanz auf unseren Aufruf war riesig, die benötigten Nähmaschinen wurden uns binnen kürzester Zeit zur Verfügung gestellt.“ Die Maschinen werden jetzt vom RU Recycling- und Umweltdienst in Borken kostenlos kontrolliert, gereinigt und geölt und werden dann per Container nach Uganda geschickt.

Erst im Oktober war in Kawolokota die Einweihung des Tabitha Village gefeiert worden – quasi ein Dorf im Dorf. Das Tabitha Village besteht aus drei Wohnhäusern für sechs Familien, einem Gemeindehaus (Community Center) und einer Küche für acht Familien. Weitere Gebäude befinden sich in Planung. Das Community Center hatte der Rotary Club Homberg mit einem wesentlichen Spendenbeitrag mitfinanziert. Mehr Infos zum Verein und dessen Arbeit unter www.tabithaglobalcare.com.

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