Gamer sind nachtaktiv: Größte LAN-Party im Kreis in der Melsunger Kulturfabrik

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Gut 60 Gamer trafen sich vergangenen Samstag in der Melsunger Kulturfabrik. Hier fand die PARADOXLAN, die größte LAN-Party im Schwalm-Eder-Kreis, statt.

Melsugnen. E-Sport bezeichnet den sportlichen Wettkampf in Computerspielen auf PCs oder Spielkonsolen – es werden sowohl Individual- als auch Mannschaftswettkämpfe betrieben. Entgegen den klischeehaften Vorstellungen von Nichtspielern, benötigen die Gamer hohe motorische und geistige Fähigkeiten, um im Wettkampf erfolgreich zu sein. Hand-Augen-Koordination, Reaktionsgeschwindigkeit und Durchhaltevermögen sind genauso von Bedeutung, wie räumliches Orientierungsvermögen, Spielübersicht und Taktik.

Vor zwölf Jahren trafen sich Oliver Berge und seine Freunde zu einer Geburtstags-LAN-Party in Günsterode – sie vernetzten ihre Computer und spielten die ganze Nacht durch. Daraus entstand die Idee, die ganze Sache etwas größer aufzuziehen und es folgten regelmäßige Events im Raum Melsungen, bis sie vor fünf Jahren die Kulturfabrik für sich entdeckten. „Die Veranstaltung hatte Dimensionen angenommen, für die wir eine entsprechende Location mit der notwendigen Infrastruktur benötigten“, so Organisationsleiter Olli im Rückblick.

Inzwischen hatten die Initiatoren deshalb den Förderverein ParadoxLan gegründet – 2017 stellte den Höhepunkt dar, damals kamen 130 Teilnehmer aus ganz Deutschland zur „langen Nacht des gemeinsamen Zockens“. Mittlerweile hat es sich wieder auf etwa 60 eingependelt, „wir sind alle älter geworden und beruflich wie familiär eingespannter, daher findet es wieder im überschaubaren Rahmen statt“, so der 29-Jährige, „doch es ist immer noch das größte Treffen im Schwalm-Eder-Kreis“, fügte er hinzu. Speedrunners, FIFA 18, Call of Duty 4 und Super Mario Kart waren vier der insgesamt 14 Spiele, die sich die nachtaktiven Gamer vorgenommen hatten, „bei uns steht aber vor allem der Spaß im Vordergrund“, betonte Olli mit Blick auf Veranstaltungen andernorts, bei denen zu ehrgeizige E-Sportler nach dem ersten verlorenen Spiel wieder abgereist seien.

Die PARADOXLAN bot wie immer ein Rahmenprogramm mit hohem Spaßfaktor, auch abseits des Bildschirms - etwa das NerfGun-Turnier, eine Runde am Black-Jack-Tisch oder das ParadoxLAN Gaming-Quiz.

Ein einmaliges Erlebnis bot zudem Friseurmeister Markus Salomon – während sich beispielsweise Henrik die Haare schneiden ließ, konnte er unterdessen „Dead Pool“ spielen. Bis zum Sonntagmorgen wurde begeistert gezockt, dann durften sich die erfolgreichsten Teilnehmer über einen Pokal sowie ein neues Headset, eine Tastatur oder eine hochwertige Gaming Mouse freuen, bevor sie sich auf den Weg ins heimische Bett machten.

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