Gefährliches Spiel in Körle: Kinder springen über die Gleise

Zwei Kinder liefen am Dienstagnachmittag in der Nähe des Bahnhofs Körle über die Gleise und sorgten so für einen Einsatz der Bundespolizei.

Körle. Für einen Einsatz der Bundespolizei sorgte gestern Nachmittag eine Gruppe von Kindern im Bereich des Bahnhofes Körle. Zwei 13 und 14 Jahre alte, ortsansässige Jungen sollen vor einer herannahenden Cantus-Bahn über die Gleise gelaufen sein. Die Bahn gab einen Achtungspfiff ab.

Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Beide kamen unbeschadet auf die andere Seite.

Ein Lokführer, der die Gruppen von insgesamt zwölf Kindern beim Aufenthalt an bzw. auf den Gleisen beobachtete, alarmierte die Bundespolizei. Der Zugverkehr musste aus Sicherheitsgründen kurzzeitig die Fahrgeschwindigkeit herabsetzen. Hierdurch gab es für sieben nachfolgende Züge kurzzeitige Verspätung.

Bundespolizisten belehren Kinder

Bundespolizisten trafen die Kinder im Bereich der Bücke an der Guxhagener Straße (B 83) an. Zwei Jungs räumten laut Bundespolizei vor Ort ihren gefährlichen Akt ein. Die Beamten klärten die Gruppe anschließend über die Gefährlichkeit ihrer waghalsigen Tat auf. Ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wurde eingeleitet.

Hinweise der Bundespolizei

Kinder haben kein Gespür für Gefahren an Bahnanlagen. Die Lust auf Mutproben oder andere Spiele auf Bahnanlagen bringt Kinder unter Umständen in akute Lebensgefahr.

Schon der generelle Aufenthalt in Gleisnähe ist für Unbefugte nicht nur verboten, sondern auch äußerst gefährlich. Beim Spielen sind Kinder meist abgelenkt. Züge können sich relativ lautlos nähern und werden daher oft erst spät bemerkt. Die Gefahr, von herannahenden Zügen erfasst und getötet zu werden, ist groß.

Die Bundespolizei rät Eltern mit ihren Kindern über die Gefahren an Bahnanlagen zu sprechen, um sie für mögliche Folgen zu sensibilisieren. Neben der Selbstgefährdung könnten bei Unfällen - aber bereits auch bei Betriebsstörungen des Bahnverkehrs - Schadensersatzansprüche auf die Eltern zukommen.

Bei Fragen zu diesem Thema können sich Interessierte unter der Tel. 0561/816160 an die Bundespolizeiinspektion Kassel wenden. Weitere Informationen auch über www.bundespolizei.de.

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: Archiv

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