Aufatmen bei Geflügelbauern: Stallpflicht auch im Schwalm-Eder-Kreis beendet

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Endlich wieder an die frische Luft: Seit 22. März ist die Stallpflicht, die vier Monate bestanden hatte, auch im Schwalm-Eder-Kreis aufgehoben. Sehr zur Freude von Geflügelbauer Markus Fuhrmann aus Wabern-Zennern, der seine Gänse wieder im Freien halten kann.

Nach vier Monaten wurde die Stallpflicht für Geflügel auch im Schwalm-Eder-Kreis aufgehoben. Die Vogelgrippe bleibt jedoch weiter Thema.

Schwalm-Eder. Großes Aufatmen bei Geflügelhaltern. Am Donnerstag wurde die seit 22. November verordnete Stallpflicht für Geflügel (wir berichteten) aufgehoben. Auch im Schwalm-Eder-Kreis wurden tausende Hühner und Gänse aus der Zwangshaft entlassen. Der Grund war der Ausbreitung des Vogelgrippevirus H5N8 zu entgegnen, der Ende des vergangenen Jahres im ganzen Land grassierte.

Das Problem „Vogelgrippe“ sei damit jedoch noch nicht vom Tisch. „Das Ende der Stallpflicht ist nicht mit dem Ende der Vogelgrippe gleichzusetzen“, erklärt der Fachbereich des Schwalm-Eder-Kreises für Gesundheit, Verbraucherschutz und Veterinärwesen am Donnerstag.

Auch Vize-Landrat Jürgen Kaufmann zeigt sich erleichtert über die Entscheidung zu Gunsten der Tiere und deren Halter. Denn: „Die Einstallung von Geflügel über einen langen Zeitraum bringt eine Vielzahl, teils gravierende tierschutzrechtliche Probleme mit sich“, erklärt der Vize-Landrat. Umso erfreulicher sei es, dass, nachdem die Stallpflicht in anderen hessischen Landkreisen bereits im Februar gelockert wurde, nach vier Monaten auch die Pflicht im Schwalm-Eder-Kreis aufgehoben wurde.

Geflügelbauer Markus Fuhrmann.

Trotzdem mahnt der Fachbereich für Veterinärwesen Schwalm-Eder: „Geflügelhalter sollen nach wie vor strenge Biosicherheitsmaßnahmen ergreifen, um einen Eintrag der Seuche in ihren Bestand zu verhindern.“ Damit seien Hygienemaßnahmen, wie das Desinfizieren der Schuhe beim Betreten des Stalls gemeint, erklärt Geflügelbauer Markus Fuhrmann aus Wabern-Zennern auf Nachfrage unserer Zeitung.

Fuhrmann hatte zwar genügend Platz, um seine Tiere unterzubringen, wie er im November im lokalo24-Gespräch erklärte, sorgte sich aber vor allem um sein Gänse, die der Geflügelbauer nach eigenen Angaben sonst ausschließlich im Freien hält.

„Für die Tiere war das eine große Umstellung und auch nicht schön, auch für die Legehennen, da die Stallpflicht ja doch länger angedauert hat, als wir erwartet haben. Die Tiere haben es aber trotzdem gut weggesteckt“, sagt Fuhrmann. Ab Juni sollen wieder neue Gänse für das Weihnachtsgeschäft beim Geflügelbauern in Zennern schnattern – „Hoffentlich draußen“, sagt Fuhrmann.

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