Gefunden: Entlaufener Collie-Rüde "Cash" wieder aufgetaucht

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Familienhund seit Donnerstag Vormittag zurück bei seinen Besitzern: Nach einer verzweifelten Such-Aktion ist Collie "Cash" wieder bei Familie Erber.

+++ AKTUALISIERT +++

Homberg-Welferode. Heute Vormittag ist Collie-Rüde "Cash" wieder aufgetaucht. Bereits seit Sonntag suchte Familie Erber aus Flensburg nach ihrem entlaufenen Familienhund. Seit Dienstag mit Unterstützung aus der Region. Die Morschener Hundehalterin Evelyn Mannel hatte über Facebook von dem Ausreißer erfahren und einen Suchtrupp auf die Beine gestellt, wie sie unserer Zeitung im Telefongespräch berichtet. Dieser war seit drei Tagen in den Wäldern rund um Welferode unterwegs, um nach dem zweijährigen Rüden zu suchen.

Spaziergänger hatten ihn in der Nähe des Homberger Stadtteils mehrfach gesehen - zuletzt am frühen heutigen Donnerstagmorgen. Allerdings war "Cash" so verängstigt, dass es den Fußgängern nicht gelang, in seine Nähe zu kommen.

Doch dann der große Erfolg: Mit Unterstützung des Wallensteiner Hundetrainers Uwe Hampel schaffte es das fünfköpfige Helferteam, den jungen Hund aufzuspüren. Evelyn Mannel: "Herr Hampel hat uns schon sehr gute Tipps gegeben. Beispielsweise riet er uns, aus Windrichtung zu suchen. Dort haben wir dann auch Taschentücher ausgelegt, die den Geruch von Frauchen und Herrchen hatten."

Emotionale Wiedervereinigung

Uwe Hampel: "Der Erfolg hat sich dann auch recht bald eingestellt. Man musste nur noch abwarten. Nachdem Cash den Geruch gewittert hatte, kam er aus dem Wald. Und als er sein Frauchen sah, rannte er schwanzwedelnd auf sie zu und sprang ihr in die Arme."

Etwas abgemagert - vermutlich hat Cash seit Sonntag nichts gefressen, sondern ausschließlich getrunken - und ein bisschen verzottelt, so wirkte der junge Hund. Aber auch mega-glücklich, genauso wie Frauchen und Herrchen.

+++LESEN SIE HIER DIE GESCHICHTE ÜBER DIE SUCHE DER FAMILIE ERBER+++

Knüllwald. "Halten sie den Hund!", ruft Bijanka Erber in ihrer Eile dem Passanten zu. Doch der verweigert seine Hilfe und lässt ihren geliebten Collie ins Feld entwischen.

Eigentlich befindet sich das Ehepaar mit ihren beiden Hunden "Cash" und "Celine" bereits auf dem Rückweg aus dem Urlaub nach Flensburg. Sie wollen nur eine Pause auf dem Rastplatz Hasselberg an der A 7 zwischen Homberg und Malsfeld einlegen. Doch dann der Schock: Unfreiwillig müssen sie ihren Aufenthalt im Knüllwald verlängern, weil "Cash" vergangenen Sonntag gegen 11 Uhr aus dem Wohnmobil springt und wegläuft. Seitdem suchen sie nach dem Rüden.

"Er hat sich wohl vor dem Klappernden Lkw erschrocken, der vorbei fuhr", erklärt Hundebesitzer Nils Erber. "Cash" schreckt auf und springt aus der offenen Wohnwagentür ins Feld. Sofort macht sich das Paar zusammen mit ihrem zweiten Collie – "Cashs" Schwester "Celine" – auf die Suche. Von der Straßenmeisterei erhalten sie den Hinweis, dass der Hund in Richtung Berndshausen gelaufen sei.

Ein Funke Hoffnung

Auf ihrem Weg hält Bijanka Erber an einem Zaun, hinter dem sie Menschen sitzen sieht, und erzählt von dem Unglück. "Ich konnte ja nicht ahnen, dass das der Garten unserer späteren Ferienwohnung ist", sagt sie. Es stellt sich raus, dass Cash tatsächlich dort vorbei kam. "Die Leute sind dann mit uns quer durch das Dorf gelaufen", erzählt Bijanka Erber weiter. Als die Gruppe am Grillplatz eintrifft, erfährt sie vor Ort von zwei weiteren Sichtungen: Ein Beobachter sah den Hund zwischen 12 und 12.30 Uhr auf dem Platz herumlaufen und kurz darauf nochmal.

Sofort legen die Erbers "Cashs" Decke auf den Grillplatz und stellen Futter für ihn bereit. "Das ist zwar noch unberührt, aber wir sehen jeden Tag zweimal nach, ob etwas gefressen wurde", sagt Nils Erber. "Cashs" Schwester "Celine" kommt natürlich immer mit: "So kann 'Cash' ihre Spur aufnehmen und findet vielleicht von alleine zu uns zurück", sagt das Paar.

"Es ist der Wahnsinn"

"Wir bekommen so viel Hilfe angeboten, sogar Flyer wurden gedruckt", erzählt Bijanka Erber. Außerdem hat sich bereits ein Suchtrupp gebildet, der die Gegend wachsam im Auge behält.

Bis Freitag bleibt die Familie noch in der Ferienwohnung. "Für das Wochenende haben wir auch schon ein Angebot bekommen", sagt Nils Erber. Am Sonntag kann seine Frau dann wieder in die Ferienwohnung, allerdings alleine. Der 52-Jährige muss ab Montag wieder in Flensburg sein und arbeiten. Eines ist jedoch sicher: Ihren "Cash" alleine zu lassen kommt für beide nicht in Frage.

Falls "Cash" gesehen wird: Der Hund sei sehr zutraulich und freundlich, gebissen habe er noch nie. "Wenn man ruhig und besonnen auf ihn zugeht, lässt er sich nicht nur streicheln, sondern auch packen", erklärt das Ehepaar. Hinweise bitte direkt an die Familie unter Tel. 0157-55777061.

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