Gerhard Köcher hat den „Flips“ erfunden – jetzt will er damit in „Die Höhle der Löwen“

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Gudensberger kombiniert Fliege mit Schlips... heraus kommt der „Flips“

Gudensberg. Einmal war Gerhard Köcher schon Millionär, machte mit seinem Puten-Imperium Millionen. Das war in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Doch dann verschlief man Entwicklungen, die Firma ging den Bach runter und der heute 73-Jährige musste 2000 Konkurs anmelden. Jetzt könnte Gerhard Köcher bald wieder Millionen scheffeln. Denn der Gudensberger ist unter die Erfinder gegangen. Er hat den „Flips“ erfunden, ein neues Modeaccessoire.

„Flips deswegen, weil es eine Kombination aus Fliege und Schlips ist“, erklärt Köcher. Der Gedanke kam ihm vor rund anderthalb Jahren. „Einfach so“, wie er sagt, „die Krawatte in der Form, in der wir sie heute kennen, gibt‘s ja nun schon seit rund 150 Jahren. Genauso wie die Fliege, die eigentlich Querbinder heißt. Da kann man jetzt ruhig mal was Neues erfinden.“

Modedesignerin fertigt Prototypen

Die ersten Prototypen der Flipse fertigte ihm eine Bekannte aus Gudensberg. Inzwischen lässt Köcher in Edermünde-Haldorf ‚produzieren‘. „Bei Brigitte Petersen, einer studierten Modedesignerin“, erzählt Köcher nicht ohne Stolz. Grundlage sind die Krawatten aus der Köcher-Puten-Ära, in der massenweise hochwertige Schlipse in Köchers Kleiderschrank hingen.

Als „Design“ angemeldet

Die Erfindung des Flips hat sich der gelernte Großhandelskaufmann sogar eintragen lassen. Köcher: „Als Nachweis dafür habe ich vom Deutschen Patent- und Markenamt sogar eine Urkunde erhalten.“ Als Geschmacksmuster eingetragen ist der Flips auch beim EUIPO, dem Amt der Europäischen Union für Geistiges Eigentum.

Maintower war schon da

Auf den Flips-Erfinder ist inzwischen sogar das Fernsehen aufmerksam geworden. Köcher: „Im August rief die Redaktion von Maintower bei mir an, kurze Zeit später kam ein Fernseh-Team vorbei, drehte, und am 17. September lief ein Beitrag über mich und meine Flips-Erfindung im hr-Fernsehen.“

Beworben bei „Die Höhle der Löwen“

Doch das soll‘s noch nicht gewesen sein. Gerhard Köcher träumt von Größerem. „Ich habe mich jetzt bei ‘Die Höhle der Löwen‘ beworben“, erzählt er, „und hoffe natürlich, dass ich eingeladen werde, um meine Erfindung vorstellen zu können. Wobei ich aber eigentlich gar kein Geld brauche. Ich brauche vielmehr Kontakte... zu Herstellern und Vertrieblern und so. Aber ich habe erstmal geschrieben, dass ich 350.000 Euro Startkapital bräuchte.“

Jetzt hofft Köcher auf positive Nachrichten aus Köln, wo Sony Pictures FFP ansässig ist, die Firma, die „Die Höhle der Löwen“ produziert. „Und wer weiß, vielleicht kann man mich ja dann im kommenden Frühjahr bei VOX über die Mattscheibe flimmern sehen“, schmunzelt Köcher.

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