Die Gesamtschule Melsungen präsentiert Hessische Russisch-Olympiade

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Die Teilnehmer der 21. Hessischen Russisch-Olympiade an der Gesamtschule Melsungen.

Austragungsort der 21. Hessischen Russisch-Olympiade war die Gesamtschule Melsungen. 35 Schüler aus ganz Hessen und sogar der russische Konsul Andrey Basov waren zu Gast in der Bartenwetzerstadt.

Von VANESSA VON LENGERKEN

Melsungen. „Hier wurde ein Netzwerk, anstatt Konkurrenzkampf aufgebaut“, resümiert Wilhelm Lückel vom Hessischen Russischlehrerverband und blickt positiv auf die diesjährige 21. Russischolympiade zurück. Die Hessische Landesolympiade Russisch wird seit 1977 alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit wechselnden Schulen in Hessen ausgerichtet. Austragungsort in diesem Jahr war die Gesamtschule Melsungen.

Die Teilnehmer reisten aus ganz Hessen an, um an den zwei Olympiatagen ihr Können unter Beweis zu stellen. Schulen aus Eschwege, Gelnhausen, Wächtersbach, Kassel, Marburg, Stadt Allendorf und Weilburg waren mit den verschiedenen Niveaustufen der russischen Sprache vertreten und die 35 Schüler voll motiviert.

„Ich war von so viel Begeisterung und der Einstellung der Kinder positiv überrascht. Sie waren alle so motiviert, das gibt uns das Gefühl, dass solch eine Veranstaltung wahnsinnig wichtig ist.“ Geprüft wurden Schüler aus den Jahrgangsstufen acht bis zwölf in den sechs Niveaustufen (A1/A2/B1/B2/C1/C2). Russisch-Lehrer nahmen die schriftlichen und mündlichen Prüfungen ab.

Die Aufgaben waren vielfältig – so wurden Textverständis und eigene Ausdrucksfähigkeit sowie kommunikative Fähigkeit getestet. Auch Recherche-Aufgaben in Kleingruppen gehörten zur Prüfungssituation – zum Beispiel ein Gespräch mit dem Trainer der zweiten Mannschaft des Melsunger Handballbundesligisten, dem aus Weißrussland stammenden Georgi Sviridenko, über seine bewegende Lebensgeschichte oder eine Stadtführung mit Erläuterungen rund um Melsungen. Dabei sammelten die Schüler Informationen, aus denen sie am Abend Präsentationen für die Prüfungen am zweiten Wettbewerbstag erstellten.

Überraschungsgast: Der russische Konsul Andrey Basov kam zur Abschlussveranstaltung, um den Gewinnern die Urkunden zu überreichen.

Wer seine Prüfungen schon hinter sich hatte, konnte Teil einer Tanzchoreographie werden, sein künstlerisches Talent entdecken oder sich im „Rope Skipping“ ausprobieren. Bei der Abschlusspräsentation am Ende des zweiten Wettkampftages wurden die Ergebnisse dann stolz präsentiert und mit Beifall belohnt.

Zum krönenden Abschluss der aufregenden Olympiatage wurden die 35 Schüler mit dem Besuch des russischen Konsuls überrascht. Andrey Basov reiste aus Frankfurt an, um den Gewinnern zu gratulieren und ihnen die Urkunden zu überreichen. Auf russisch sprach er in seiner Rede davon, dass Sprachen lernen auch bedeute, sich um die Kultur zu kümmern: „Solche Veranstaltungen, wie die Russisch-Olympiade, sind wichtig, um die deutsch-russischen Beziehungen untereinander zu verbessern.“    

Auch wenn einige der Schüler nicht damit gerechnet hatten, dass die Aufgaben so anspruchsvoll sind, konnten viele der Teilnehmer mit einer Urkunde nach Hause fahren. „Wir sind sehr zufrieden, dass jede Schule Spitzenplätze erreicht hat – das macht froh und stimmt optimistisch“, fasst Melsungens Schulleiter Dr. Matthias Bohn die Erfolge der zwei Olympiatage zusammen. Auch Basov ist sich sicher: „Das ist eine Erfahrung für die Schüler, die sie so schnell nicht vergessen.“ Melsungen konnte mit zwei dritten Plätzen in B1 und C2 überzeugen.

Am Ende des Tages waren sich alle einig: „Solch ein Projekt ist nur in Teamarbeit zu schaffen“, so Lückel und Krämer stimmt ihm zu: „Großen Dank an alle Sponsoren und Unterstützer, auch an unser Kollegium der Gesamtschule, die an der Umsetzung beteiligt waren und ohne die solch eine tolle Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Die Russisch-Olympiade in Melsungen war eine tolle Gemeinschaftsleistung.“

Im nächsten Jahr geht es für die erfolgreichsten sieben Schüler aus den Olympiaden von 2016 und 2017 zur Bundesolympiade nach Bremen.

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