Gestohlen und zu Tode gequält: Gudensbergerin ist besorgt um ihre Tiere

Das Foto zeigt Simone Schmidt mit den verbliebene Küken der Henne, die am 7. Januar – zu Tode gequält – in der Nähe des alten Sportplatzes in Gudensberg aufgefunden worden war.
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Das Foto zeigt Simone Schmidt mit den verbliebene Küken der Henne, die am 7. Januar – zu Tode gequält – in der Nähe des alten Sportplatzes in Gudensberg aufgefunden worden war.

Es ist jetzt schon das vierte Mal innerhalb von drei Monaten, dass der Gudensberger Tierhalterin Simone Schmidt Tiere gestohlen werden. Als wäre das nicht schon schlimm genug: Die Tiere wurden nach dem Diebstahl auch noch zu Tode gequält.

Gudensberg. Simone Schmidt weiß sich kaum noch zu helfen. Am Tag vor Silvester ging sie morgens in ihren Hühnerstall. „Und eigentlich dachte ich mir nichts Böses“, erzählt sie, „denn die Stalltür war zu, es war eigentlich wie immer morgens. Aber dann stellte ich fest, dass eine Henne und ein Küken fehlten.“ Schon wieder. Das war das zweite Mal innerhalb von knapp vier Wochen, dass ein Huhn fehlt. Schon Anfang Dezember war eine Henne mit einem Küken aus dem Schmidtschen Stall in der Metzer Straße in Gudensberg verschwunden.

Doch es kam noch schlimmer. Die beiden am 30. Dezember verschwunden Hühner wurden am Donnerstag vergangener Woche von Anwohnern in der Nähe des alten Sportplatzes gefunden. Tot! „Das war natürlich ein Schock“, sagt Simone Schmidt, „zumal alles darauf hindeutet, dass den Tieren das Genick gebrochen wurde, sprich: Sie wurden gequält!“ Genauso war es auch schon Anfang Dezember. Schmidt: „Damals dachten wir zuerst, dass das Tier möglicherweise durch ein geöffnetes Fenster aus dem Stall gelangt sein könnte. Allerdings führt das Fenster zum Eselstall, was dieser Theorie widersprach. Dass auch damals die Tiere gestohlen worden waren, darüber gab es erst Gewissheit, als das Huhn in der Nähe des alten Spitals tot aufgefunden wurde.“

Auf dem Hof in Gudensberg werden zahlreiche Tiere gehalten. Neben Hühnern sind das auch Esel.

In beiden Fällen hat Simone Schmidt Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Wobei die Polizei allerdings noch dabei ist, neben diesen beiden neuen Fällen in zwei älteren absolut ähnlich gelagerten Fällen zu ermitteln. Bereits im Oktober und im November stahlen ebenfalls Unbekannte drei Kaninchen aus dem Stall, der eigentlich gut gesichert auf dem Anwesen liegt. Eines der Zwergkaninchen tauschte wieder auf. Ein Finder hatte es im Tierheim in Beuern abgegeben, die anderen beiden blieben verschwunden.

Schon nach den Taten von damals wurde der Hof in der Metzer Straße mit Wildkameras bestückt. „Leider sind die Täter auf den anschließenden Aufnahmen nicht so gut zu erkennen, dass man sie identifizieren kann“, sagt Schmidt.

Polizei ermittelt in dem Fall

Auch die Polizei macht der 33-Jährigen aktuell noch wenig Hoffnung darauf, dass es zu einem schnellen Ermittlungserfolg kommen kann. Polizeipressesprecher Markus Brettschneider: „Sicher, wir ermitteln in der Angelegenheit. Eine heiße Spur haben wir allerdings noch nicht. Das einzige, was wir – auch prophylaktisch – machen können, ist in diesem Gebiet verstärkt Streife zu fahren.“

Wer Hinweise auf den oder die Täter geben kann, kann sich unter Tel. 05622/9966-0 bei der Polizei in Fritzlar melden.

Simone Schmidt erfüllte sich einen Kindheitstraum

Simone Schmidt betreibt in Gudensberg einen kleinen Eselhof, der unweit des Fahrradladens an der Metzer Straße liegt. Der Eselhof entstand aus einem Kindheitstraum, und im Laufe der Zeit erwuchs eine liebevolle Hobbyhaltung mit den Langohren. Aber nicht nur Esel leben dort sondern auch Hühner, Gänse, Minischweine, Meerschweinchen und Kaninchen. Simone Schmidt bietet Eseltrekkingtouren für Jung und Alt an, Geburtstagstouren, Eselzeit, Kindergeburtstagstouren, Ferienspaß, Kinderspielkreis und vieles mehr. Allerdings sind aktuelle wegen des Lockdowns müssen alle Veranstaltungen abgesagt. Es gibt aber weiterhin Gutscheine im Angebot.

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