Protest gegen Gewerbegebiet-Erweiterung in Malsfeld

Vertreter verschiedener Malsfelder Interessenverbände übergaben vor dem Rathaus kürzlich eine Unterschriftensammlung an Bürgermeister Herbert Vaupel.
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Vertreter verschiedener Malsfelder Interessenverbände übergaben vor dem Rathaus kürzlich eine Unterschriftensammlung an Bürgermeister Herbert Vaupel.

Verschiedene Interessengemeinschaften in Malsfeld übergaben zusammen Unterschriften gegen eine Gewerbegebietserweiterung an Bürgermeister Herbert Vaupel.

Vertreter verschiedener Malsfelder Interessenverbände übergaben vor dem Rathaus kürzlich eine Unterschriftensammlung an Bürgermeister Herbert Vaupel. Malsfeld. Am Mittwoch hat die IG Malsfeld (Interessengemeinschaft zum Schutz und Erhalt unserer dörflichen Struktur und Umwelt – Malsfeld), gemeinsam mit Mitgliedern der Interessengemeinschaften aus Dagobertshausen und Malsfeld (Weihersgrund) die gesammelten Unterschriften gegen das „Sondergebiet Hygiene“ im Zusammenhang mit der Betriebserweiterung der Dr. Schumacher GmbH an Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel übergeben.

Vertreter verschiedener Malsfelder Interessenverbände übergaben vor dem Rathaus kürzlich eine Unterschriftensammlung an Bürgermeister Herbert Vaupel.

Einführend erwähnte André Grebe von der IG, dass man nicht gegen die Firma Schumacher sei. Im Gegenteil: Man sei froh, ein solches Unternehmen in der Gemeinde zu haben. Nicht jedoch an diesem Standort. Die übergebenen Unterschriften (rund 300) und erhaltenen Emails unterstrichen hierbei die Sorgen und Ängste der Bevölkerung deutlich. Hierzu wurde eine der Emails zitiert, in der sich eine junge Familie dahingehend geäußert hat, wie man sich vor circa 1,5 Jahren dazu entschlossen habe, in die Gemeinde Malsfeld zu ziehen.

Man dachte einen ruhigen, naturnahen Lebensraum für sich und die Kinder gefunden zu haben, nun aber wird man mit einem Industriestandort konfrontiert. In zahlreichen Gesprächen der IG mit den Bürgern in der Gemeinde wurde deutlich, dass sich viele über das gesamte Ausmaß der Betriebserweiterung und deren Folgen nicht bewusst waren, was es etwa bedeutet, einen Betrieb, der der Störfallverordnung (Seveso III Richtlinie) unterliegt, in seinem Dorf zu haben. Weiter war es für die Bürger nicht absehbar, was es bedeutet, den zu erwartenden Mehrverkehr (Lkw und Pkw) zu ertragen – gegebenenfalls im Zusammenhang mit einem möglichen Dreischichtbetrieb.

Egal, welche momentan diskutierte Variante der sogenannten „Ortsumgehung“ kommen mag, das Mehr an Verkehr werde die Bürger der Gemeinde erheblich belas­ten. Weiterhin wurde Vaupel vorab eine Kopie des offiziellen Einwandes gegen das „Sondergebiet Hygiene“ übergeben. Vaupel bedankte sich bei den Anwesenden und versicherte die übergebenen Dokumente nach der Sommerpause in den politischen Gremien zu beraten.

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