Melsunger Grasbahnrennfahrer Appleton Zweiter beim Europameisterschaftsfinale

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Glänzender Auftritt von Andrew Appleton. Der für den MSC Melsungen startende Grasbahnrennfahrer holte sich in Hertingen den Titel des Vize-Europameisters.

Nur Titelverteidiger James Shanes war in Hertingen schneller als der für den MSC Melsungen startende Engländer.

Hertingen/Melsungen. Toller Erfolg für Grasbahnfahrer Andrew Appleton: Der für den MSC Melsungen startende Engländer holte sich beim Europameisterschaftsfinale, das am zweiten Augustwochenende auf der „Berg- und Talbahn“ in Hertingen (50 Kilometer südlich von Freiburg) stattfand, den Vize-Titel. Geschlagen geben musste sich der 35-Jährige nur dem amtierenden Europameister: James Shanes gelang es, seinen im Vorjahr errungenen Titel zu verteidigen.

Qualifiziert für das Finale in Hertingen hatten sich die 18 besten Grasbahnfahrer der laufenden EM-Saison. Und neben Titelträger James Shanes war Andrew Appleton vom MSC Melsungen einer der Mitfavoriten auf den Sieg. Appleton hatte bereits das Europameisterschafts-Halbfinale gewonnen und ließ auch mit seinem dritten Platz beim Heimrennen in Melsungen aufhorchen.

Andrew Appleton.

Schon im ersten Vorlauf zeigte Appleton, dass er im Kampf um den Titel ein gewichtiges Wörtchen mitreden will – er gewann diesen souverän. In der Folge sammelte der Engländer Punkte um Punkte und sicherte sich im letzten Vorlauf – als er in der letzten Runde Stephan Katt spektakulär innen überholte – den direkt-en Einzug in den Finallauf. Dort trafen die vier Punktbesten sowie der Erst- und Zweiplatzierte aus dem B-Finale aufeinander.

Dem an diesem Tag überragenden James Shanes gelang abermals ein Blitzstart und so ging er als Erster auf die kurze Gerade. Direkt daneben Andrew Appleton, der ebenfalls gut aus dem Startband gekommen war. In der Startkurve sortierte sich dann das Fahrerfeld und Shanes donnerte mit Vollgas den Anstieg hinauf, gefolgt von MSC-Clubfahrer Appleton und dem Rest des Feldes. Obwohl Andrew Appleton probierte, Druck auf Shanes aufzubauen, musste er im Verlauf des Rennens anerkennen das Shanes an diesem Tag einfach der Schnellere war. Dritter wurde überraschend Speedwayfahrer Edward Kennett. Damit war das Podium komplett in englischer Hand – die deutschen Fahrer Hülshorst und Diener belegten die Plätze vier und fünf.

Nach dem Rennen zeigte sich Andrew Appleton überglücklich. „Das Setup und auch die Starts passten an diesem Tag einfach sehr gut, so dass ein Podiumsplatz von Beginn an realistisch schien“, so der Engländer begeistert. Für Paul Cooper, den zweiten MSC-Clubfahrer, war es dagegen ein Tag zum Haare raufen. Seinem Motor fehlte es deutlich an Leistung. Dadurch fuhr der „Cooperman“ dem Feld meist genervt hinterher – schlussendlich sprang für Paul Cooper nur ein enttäuschender 13. Platz heraus.

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