Grasbahnrennen lockte viele Motorsportfans nach Melsungen

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Zum bereits 59. Mal begeisterte das internationale ADAC Grasbahnrennen in Melsungen Fans und Freunde des Motorsports. Insgesamt erwarteten die Zuschauer 16 Solo-Fahrer und 13 Gespanne in verschiedenen Disziplinen an der Sankt-Georgs-Brücke.

Melsungen. Am vergangenen Wochenende stand Melsungen wieder im Fokus der Motorsportfreunde – das internationale ADAC Grasbahnrennen lockte bereits zum 59. Mal an die Sankt-Georgs-Brücke. 16 Solo-Fahrer und 13 Gespanne traten in unterschiedlichen Klassen an, dazu gesellten sich die Enduro Crosser sowie einige Oldie-Teams. Diesmal war die Bahn nicht ganz so trocken wie im vergangenen Jahr, daher musste die Feuerwehr den Boden nicht nach jedem Durchgang bewässern. Bereits am Samstag sahen die Zuschauer spannende Rennen bei den Gespann Masters, den Läufen der Enduro Crosser und den Grasbahn Oldies. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der internationalen Wettkämpfe. Nach den Trainingsläufen am Vormittag ging es ab Mittag ans Eingemachte – zuvor wurden jedoch alle Teilnehmer einzeln vorgestellt und erhielten aus den Händen vom MSC-Vorsitzenden Franz Pickenhahn ihre Teilnehmermedaillen. Mit Spannung fieberten die Fans den bevorstehenden Ausscheidungs- und Finalläufen entgegen, unmittelbar vor jedem Rennen sorgten die Dance Devils mit farbigen Regenschirmen am weißen Startband dafür, dass sich die Fahrer auf der richtigen Position aufstellten. Die Motoren brüllten auf höchster Drehzahl immer lauter und die Maschinen waren kaum noch zu halten – dann schnellte das Startseil hoch und die wilde Hatz begann.

Vor lauter Dreck sah man die Fahrer kaum, lediglich der Führende hatte freie Sicht auf die Piste. Halsbrecherisch drifteten die Piloten mit fast 90 Stundenkilometern durch die Kurve, um auf der Geraden den Gashebel erneut bis zum Anschlag aufzudrehen. Der unbeschreibliche Lärm klang für die Fans rund um das Oval wie Musik in den Ohren – mit Ferngläsern beobachteten sie, mit welchem Affenzahn die Fahrer über die Grasbahn schossen.

Ein besonderer Augen- und Ohrenschmaus waren vor allem die Gespann-Wettbewerbe – ähnelten sie doch altrömischen Wagenrennen. Die Teams lieferten sich harte Positionskämpfe, in den Kurven legten sich die Beifahrer furchtlos über das Motorrad und sorgten akrobatisch für die notwendige Bodenhaftung ihres Gespanns. Nach jedem Rennen wurden die Hochleistungsmaschinen durchgesehen, Schmutz entfernt, Ethanol nachgefüllt und gegebenenfalls ein Reifen ersetzt. In den Rennpausen zeigten Robbie Naumann und seine beiden Mitstreiter, dass Motorräder sogar fliegen können. Über eine Rampe schossen sie mit ihren Motocross-Maschinen in die Luft und vollführten zur Begeisterung des Publikums unvorstellbare Stunts.

Am Ende des spannenden Rennwochenendes durften sich erneut Solo-Fahrer James Shanes und Gespannfahrer Markus Venus mit seinem Beifahrer Markus Heiß über den Sieg freuen.

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