Die große Welt der kleinen Steine: Lego-Schau "Zusammengebaut" lockte erneut nach Borken

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Ein 3-D-Wimmelbild: Beim Blick ins Stadion entdeckt man immer wieder neue Szenen.
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Ein 3-D-Wimmelbild: Beim Blick ins Stadion entdeckt man immer wieder neue Szenen.
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Out of the box: Tim Will (li.) und seine Mitstreiter bauen im Laufe des Tages den „Helicarrier“ aus den Marvel-Comics.
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Harry Potter goes Lego: Auch „Hedwig“, die Eule des berühmten Zauberers, ist aus den kleinen Plastiksteinen entstanden.
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Blickfang für Eisenbahnfans: Der achtjährige Ben Luca und sein Vater Jan Burghardt bestaunen die Union Pacific Class 4000 „Big Boy“.
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Die ganze Welt aus Lego: Florian Rubink mit seinem selbstentworfenen Globus.
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Nicht nur Bits and Bytes: Andreas Hugel hat das Schwert aus dem Computerspiel „Legends of Zelda“ nachgebaut.

Die "Zusammengebaut 2018" lockte wieder einmal Groß und Klein ins Bügerhaus nach Borken.

Borken. Am Anfang ist es nur ein Haufen kleiner Plastiksteine, doch am Ende entsteht eine ganze Welt. Seit fast sieben Jahrzehnten regt der Legostein die Phantasie zahlloser kleiner und großer Erbauer von Häusern, Fahrzeugen, Schiffen ja sogar ganzer Landschaften an. Zur „Zusammengebaut 2018“, der großen Lego-Schau im Borkener Bürgerhaus, hatten Andre Lehmann und seine Mitstreiter rund drei Dutzend Aussteller aus ganz Deutschland eingeladen.

Gleich beim Betreten des Saals stachen zwei Dampfloks ins Auge – allein für die amerikanische „Big Boy“ hatte Matthias Jonda ein halbes Jahr lang an die 70.000 Steine verarbeitet. Ganze zwei Meter misst das Monstrum und wiegt 45 Kilogramm, „leider ist der dazugehörige Tender noch nicht fertig“, bedauerte der 32-jährige Ludwigsburger.

Die faszinierende Lego-Welt hatte aber noch mehr zu bieten, so bewachten etwa eine handvoll römische Leg(i)onäre einen Tempel, Soldaten der Nordstaatler brachten ihre Kanonen in Stellung und Piratenschiffe kreuzten vor der Küste. Neben dem Ausflug in die Vergangenheit, widmeten sich die Bauingenieure und Architekten aber auch der Zukunft, Roboter, Raumschiffe und Future-Cities entsprangen dem Erfindergeist ihrer Erbauer.

Eher zufällig hatte sich Andreas Hugel der unmittelbaren Zukunft des Bürgerhauses angenommen, denn für das bevorstehende Abba-Tribute-Konzert im Januar stellte er bereits den Auftritt der vier bekannten Schweden mit kleinen Plastikfiguren nach. Nicht zuletzt alltägliche Situationen faszinierte junge und junggebliebene Fans der bunten Steine, der Blick auf die Großstadt, ins Fußballstadion oder ein Open-Air-Konzert erinnerte an die Wimmelbilder aus der Kindheit, in denen es immer wieder neue Details zu entdecken gab.

Florian Rubink gab sich nicht mit Kleinigkeiten ab, er nahm sich gleich die ganze Erde vor. Für seinen „Lego Globe“ warb er um Unterstützung, „bei ausreichend Likes im Internet, nimmt Lego die Sache in Augenschein und prüft, ob sie es als Serie herausbringen“, erklärte der „Welterschaffer“.

Die schmucke Luxus-Yacht von Gábor Horvárth allein war schon sehenswert, doch der 24-Jährige aus Jülich hatte obendrein noch eine Unterwasserwelt entworfen, die sich, an Fäden hängend, unter dem Schiff befand. „Ich bin fasziniert davon, was man alles aus Lego bauen kann“, schwärmte Ulli Rössel aus Spieskappel - gemeinsam mit Sohn Felix bestaunten sie einen Bahnhof mit Personen- und Güterzügen.

Nach zwei Tagen verschwand das bunte Lego-Universum wieder in zahlreichen Kartons und Kisten, aber vielleicht tut sich nächstes Jahr wieder eine neue Welt auf.

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