Gudensberg: Geld für Gefangenenturm

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Der Gefangenenturm ist der letzte vorhandene Turm der mittelalterlichen Stadtmauer. Er ist bereits saniert, aber nicht zugänglich. Durch die Städtebauförderung soll der Gefangenenturm begehbar gemacht und sein Umfeld für eine öffentliche Nutzung aufgewertet werden.

Chattengau-Kommune erhält 370.000 Euro Zuschuss zur Städtebauförderung.

Gudensberg. Die Stadt Gudensberg erhält im Jahr 2019 Mittel aus dem Programm „Aktive Kernbereiche in Hessen“ der Städtebauförderung in Höhe von 370.000 Euro. Das entspricht einer Förderquote von 74 Prozent der beantragten Mittel von 500.000 Euro. Mit diesen Mitteln sollen vier Einzelmaßnahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts umgesetzt werden:

• Nutzbarmachung des Areals um den Gefangenenturm für die Allgemeinheit und Platzgestaltung als Ausgangspunkt für die Wege auf die Obernburg

• Erwerb einer Leerstands-Immobilie für die Schaffung eines Kommunikations- und Begegnungszentrums

• Auflegen eines Anreizprogramms zur Sanierung von Fachwerkhäusern durch die jeweiligen Eigentümer

• Verbesserung der Zuwegung zur Obernburg

Gefangenenturm

Der Gefangenenturm ist der letzte vorhandene Turm der mittelalterlichen Stadtmauer. Er ist bereits saniert, aber nicht zugänglich. Das Areal um den Turm bildet den Ausgangspunkt für die beiden Wege auf die Obernburg. Durch die Städtebauförderung soll der Gefangenenturm begehbar gemacht und sein Umfeld für eine öffentliche Nutzung aufgewertet werden.

Kommunikations- und Begegnungszentrum

In Gudensberg fehlen nach Angaben der Stadt Räumlichkeiten für die Allgemeinheit, insbesondere für das vielfältige Vereinsleben und die Jugend- und Generationenarbeit. Mit den Fördermitteln aus dem Programm „Aktive Kernbereiche“ soll eine geeignete leerstehende Immobilie für den Umbau oder ein zentrales Grundstück für einen Neubau erworben werden.

Sanierung von Fachwerkhäusern

Das Anreizprogramm wird neben einem finanziellen Zuschuss von bis zu 25 Prozent und maximal 20.000 Euro auch verschiedene Beratungsangebote beinhalten. Privateigentümer sollen damit ermuntert werden, ihre Wohn- oder Gewerberäume zu modernisieren, Barrierefreiheit zu schaffen und die Außenbereiche aufzuwerten. Die Ziele sind die Schaffung neuen Wohnraums, die erneute Nutzung von Ladenlokalen, Energieeinsparungen durch Modernisierung und die Aufwertung des Stadtbilds in der Altstadt, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus.

Zuwegung zur Obernburg

Die Obernburg ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt Gudensberg, ein historisches Zeugnis der Landesgeschichte und ein beliebter Aussichtspunkt. Die Erreichbarkeit der Burg ist äußerst beschwerlich, weil die Zuwegungen nicht barrierefrei, unbefestigt und zum Teil sehr steil sind. Um weiten Kreisen der Bevölkerung den Aufstieg zu erleichtern und überhaupt zu ermöglichen, ist nach Angaben der Stadt die Befestigung des stadtseitigen Nordwegs geplant. Hinzu kommen Ruhezonen mit Sitzgelegenheiten entlang des Weges. Die jetzt erhaltenen Mittel dienen der Planung dieser Baumaßnahme.

Das gesamte Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) mit allen Einzelmaßnahmen gibt es auf www.gudensberg2030.de. Es liegt momentan dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen zur Anerkennung vor.

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