Gudensberg kann deutschen Nachhaltigkeitspreis gewinnen

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Ein Bild aus dem Jahr 2015: Damals schenkte die Stadt Gudensberg ihrer ukrainischen Partnerstadt Schtschyrez ein außer Dienst gestelltes Feuerwehrfahrzeug. Auf dem Foto zu sehen sind (v.li.) der damalige Stadtbrandinspektor Verdy Ryffel, Bürgermeister Frank Börner, Lars Völske, Jörn Schneider und der damalige stellvertretende Stadtbrandinspektor Dirk Schmidt.

Für ihre Partnerschaft mit der ukrainischen Kleinstadt Schtschyrez wird die Stadt Gudensberg für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert.

Gudensberg. Toller Erfolg für die Stadt Gudensberg: Die Chattengau-Kommune wurde jetzt für ihre Partnerschaft mit der ukrainischen Kleinstadt Schtschyrez für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Globale Partnerschaften“ nominiert. Ins Rennen um den Sieg, der mit 30.000 Euro dotiert ist, gehen neben Gudensberg noch sechs weitere Kommunen, darunter auch die Großstädte Köln, Leipzig und Bremen. Wer letztendlich die Nase vorn hat, wird am 7. Dezember bei einer großen Gala im Rahmen des 11. Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf verkündet. Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller wird den Preis übergeben.

„Die nominierten Partnerschaften sind hervorragende Beispiele für eine gelingende globale Entwicklungszusammenarbeit auf Augenhöhe. Das Bewerberfeld zeichnet sich durch besonders vorbildlichen Einsatz für die Agenda 2030 aus“, sagte Stefan Schulze-Hausmann, Initiator des Deutschen Nachhaltigkeitspreises, anlässlich der Bekanntgabe der Nominierten. Die wurden ermittelt von Experten des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE), des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) und der internationalen Unternehmensberatung A.T. Kearney. In einem mehrstufigen Wettbewerb stellten die Kommunen und Unternehmen aus Deutschland ihre Kooperationen mit Partnern im globalen Süden zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) dar.

In der Begründung zur Nominierung von Gudensberg heißt es: „Im Fokus der Partnerschaft stehen der Aufbau einer freiwilligen Feuerwehr und die Erarbeitung eines Konzepts für die zentrale Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Schtschyrez. Im Rahmen dieses Vorhabens ist das innovative Verfahren der Klärschlammvererdung vorgesehen, das bisher nicht in der Ukraine existiert und somit ein Pilotprojekt darstellt.

Entwicklungspolitisch dienen die gemeinsamen Aktivitäten dem Aufbau und der Verbesserung der lokalen Daseinsvorsorge in Schtschyrez sowie der Förderung der europäischen Integration. Die Partnerschaft zeichnet sich durch einen breiten Multiakteuransatz und eine Vielzahl von zivilgesellschaftlichen Sport- und Kulturprojekten aus.“

In Gudensberg war die Freude verständlicherweise groß. „Allein die Nominierung ist für uns schon eine riesige Auszeichnung“, kommentierte Bürgermeister Frank Börner die Nachricht, „und sie ist eine Belohnung für unsere erfolgreiche Kooperation. Das besondere an unserer Arbeit ist, dass wir uns nicht nur kulturell austauschen, sondern dass wir Infrastrukturmaßnahmen schaffen, die für die Menschen in der Ukraine ganz konkrete, greifbare Vorteile haben.“

Es gab über 800 Bewerbungen

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist die nationale Auszeichnung für Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. Mit fünf Wettbewerben (darunter der Next Economy Award für „grüne Gründer“), über 800 Bewerbern und 2.000 Gästen zu den Veranstaltungen ist der Preis der größte seiner Art in Europa. Die Auszeichnung wird vergeben von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen. Rahmen für die Verleihung ist der Deutsche Nachhaltigkeitstag in Düsseldorf, die meistbesuchte jährliche Kommunikationsplattform zu den Themen nachhaltiger Entwicklung.

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