In Gudensberg: Über 500 alte Schätzchen bei der 33. Oldtimer-Schau

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Allein 400 Schlepper füllten einen Großteil des Areals – 40 weitere Exponate gehörten zur Sonderschau „Feuerwehr“.

Gudensberg. Betagte Arbeitstiere, erfahrene Motorrad­oldies, aufpolierte Altkarossen und echte Feuerwehrveteranen gaben sich am Wochenende am alten Sportplatz von Gudensberg ein Stelldichein. Bereits zum 33. Mal hatte der Bulldog-Club Nordhessen zum Treffen eingeladen und weit über 500 alte Schätzchen waren zu sehen. Allein 400 Schlepper füllten einen Großteil des Areals und standen in Reih’ und Glied bereit, um von Fans bewundert und von Fachleuten begutachtet zu werden.

Das Ausstellungsgelände war so voll, dass Jonas Hilgenberg und seine Stammtischfreunde aus Cappel gar keinen Platz mehr bekamen – kurzerhand wurden der „11er Deutz“, Baujahr ‘49, sowie vier weitere Traktoren direkt vor ihren beiden Wohnwagen auf der Campingwiese platziert.

Nebenan trainierten am Samstag gut drei Dutzend Fahrer für das Leistungsziehen am Finaltag, bei dem ein 40 Tonnen schwerer Lastzug über eine Distanz von 75 Metern gezogen werden musste. Wie „David gegen Goliath“ sah es aus, als sich Marco Seitz mit seinem fast 60 Jahre alten Fendt vor das Baustellenfahrzeug spannen ließ – doch der 19 PS starke Schlepper schaffte das schier Unmögliche.

Plötzlich erschallte die Sirene, denn mitten auf dem Platz loderten Flammen gen Himmel. Sofort besetzten Heiko Schmidt und sein Löschtrupp den historischen Spritzenwagen von 1879, der von einem 80 Jahre alten Lanz-Bulldog zum Übungseinsatz gezogen wurde. Diese und 40 weitere Exponate gehörten zur Sonderschau „Feuerwehr“, bei der unter anderem zwei Drehleitern von Magirus-Deutz zu bestaunen waren.

„Das ist ein echter Nordhesse“, machte Gerhard Conrad bei der Vorstellung seines RMW „Lippe“ deutlich – von den einstmals fünf in Rotenburg/Fulda gebauten Exemplaren, sei sein 40-PS-Schlepper der letzte Überlebende.

Gleich 15 Exemplare des „Universal-Motor-Geräts“, besser bekannt als Unimog, reihten sich nebeneinander, darunter ein Vertreter der Reihe 403 von Wilhelm Rüsing. „Eigentlich wollte ich nur ein paar Wochen daran herumbas­teln, doch dann hat es doch zwei Jahre gedauert“, berichtete der 76-jährige Diemelstädter über die Restaurierung des Allrad-Mobils.

Dass man mit einem Traktor sogar Musik machen kann, demonstrierte Heinrich Schäfers aus Kirchborchen bei Paderborn - über einen Transmissionsriemen trieb sein Eicher „Leopard“ eine kleine Drehorgel an, die sogleich fröhliche Melodien spielte. Am frühen Sonntagabend endete das diesjährige Treffen, ein Teil der ausgestellten Oldtimer wurde wieder auf Anhänger verladen, doch die meisten traten den Heimweg aus eigener Kraft an – schließlich gehörten sie ja noch nicht zum „alten Eisen“.

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