Gudensberger Genossen sind 120

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Von links: Ortsvereinsvorsitzender Ingbert Radloff, MdB Dr. Edgar Franke, Landtagswahlkanidat Günter Rudolph, Rosa Hamacher und Karl-Heinz Mihm (beide SPD Gudensberg) sowie Vizelandrat Jürgen Kaufmann.

Die Gudensberger Genossen feierten ihren 120-jährigen Geburtstag. Dabei ließen sie auch die Geschichte der Gudensberger SPD Revue passieren.

Gudensberg. Mit einem Festakt feierten die Gudensberger Genossen ihren 120-jährigen Geburtstag. Dabei ließ der ehemalige Bürgermeister und jetzige Bundestagsabgeordnete Dr. Edgar Franke auch die Geschichte der Gudensberger SPD Revue passieren.

1898 wurde der SPD-Ortsverein Gudensberg gegründet. Am 10. Juli 1898 trafen sich 38 Personen in der Gaststätte Stadt Kassel der Wirtsfamilie Gonnermann im Renthof in Gudensberg. Hier wurde der SPD-Ortsverein gegündet.

Franke: „Gründungsvater Hermann Bauer war in der Folge die schillernde Figur der Sozialdemokratie in Gudensberg. Als ‘Revolutionär’ bezeichnet, wurde er von seinem Arbeitgeber entlassen und von der Polizei beobachtet, 1905 nach Gründung des Konsumvereins inhaftiert und 1933 von den Nazis in das KZ-Außenlager Breitenau gesteckt.“

Es war wieder Hermann Bauer, der nach Ende des Zweiten Weltkrieges und der Nazi-Herrschaft den SPD-Ortsverein am 3. November 1945 neu gründete.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Günter Rudolph beschwor das menschliche Miteinander und betonte, die Summe aller Einzelinteressen sei noch kein Gemeinwohl. Mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl forderte Rudolph, Hessen brauche starke Kommunen, diese müssten stärker unterstützt und in die Lage versetzt werden, Handlungsspielräume erhalten und nutzen zu können. Und weiter: „Wir wollen nicht den Gelegenheiten hinterherschauen, die Hessen in den vergangenen 20 Jahren verpasst hat. Wir wollen gemeinsam die Chancen nutzen, die vor uns liegen.“

Musikalisch bereichert wurde die Geburtstagsfeier durch das Duo Renate und Roland Häusler, durch die Mitglieder der Original Chattengauer sowie den Männergesangverein Gleichen. Ein reichhaltiges Büffet mit nordhessischer Ahler Worscht und nette Gespräche der Genossen mit den vielen zumeist in Vereinen und Institutionen ehrenamtlich tätigen Gästen bildeten den Abschluss der Feier.

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