Günther Döring erhält Willy-Brandt-Medaille

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Zur Veranstaltung waren rund 100 Gäste vor Ort: (v.li.) Mario Gerhold, Kassiererin Carmen Schröpfer, Günther und Marianne Döring, Landtagsabgeordneter Günter Rudolph, Gudrun Danz, Landrat Winfried Becker, Lisa Weingarten, Thorsten Schäfer-Gümbel und Georg Jacob.

Die Körler Sozialdemokraten luden zu einem Festabend ein. Dabei bekam Günther Döring eine Willy-Brandt-Medaille.

Körle. Im Jahr 1918 wurde in Körle ein Ortsverein der SPD gegründet. Die Körler Sozialdemokraten hatten daher zu einem Festabend in die Gaststätte Berglandhalle eingeladen. Neben den rund 100 Gäs­ten aus Vereinen und der Bürgerschaft waren auch der Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel und der parlamentarische Geschäftsführer der Landtagsfraktion, Günter Rudolph, gekommen, die für einen der Gäste eine besondere Überraschung im Gepäck hatten: Günther Döring wurde anlässlich der Jubiläumsfeier mit der Willy-Brandt-Medaille ausgezeichnet. Die SPD ehrt damit Mitglieder, die sich in besonderer Weise um die Sozialdemokratie verdient gemacht haben. Döring begleitete 44 Jahre in Körle kommunalpolitische Ehrenämter, zuletzt bis 2016 als Erster Beigeordneter der Gemeinde, zuvor als Gemeindevertreter, als Kreistagsabgeordneter im Schwalm-Eder-Kreis und als 2. Vorsitzender der SPD Körle. Seine Freizeit widmete er zusätzlich anderen Gremien und Vereinen, so etwa dem Schützenverein Körle, dessen 1. Vorsitzender er viele Jahre war.

Günter Rudolph würdigte in seiner Ansprache die Verdienste von Döring und überreichte ihm mit dem Landesvorsitzenden Schäfer-Gümbel die Auszeichnung. Weitere Ehrungen erhielten Georg Jacob für 50-jährige Mitgliedschaft in der SPD sowie Lisa Weingarten und Gudrun Danz für 40-jährige Mitgliedschaft. In seiner Ansprache rief Vorsitzender Mario Gerhold die Zeit der Gründung in Erinnerung. Bereits im Jahr 1900 sei Georg Martin Werner, der Urgroßvater von Wilfried Werner, im Alter von 18 Jahren der SPD beigetreten. Körle hatte damals um die 700 Einwohner, Strom und fließendes Wasser seien in Körle noch keine Mode gewesen.

Trotzdem habe sich zu jener Zeit viel verändert, denn wenige Jahre zuvor wurde die Haltestelle an der Friedrich-Wilhelm-Nordbahn in Körle eröffnet. Dies habe die Erreichbarkeit der industriell geprägten Arbeitsplätze in Kassel sehr erleichtert. Durch den Kontakt zur Arbeiterbewegung in Kassel traten immer mehr Körler der SPD bei, so Gerhold. Unter dem Eindruck des 1. Weltkriegs kam es dann schließlich im Jahr 1918 zur Gründung des Körler Ortsvereins. Schäfer-Gümbel dankte in seiner Rede dem Ortsverein für sein Engagement zugunsten der Einwohner und hob die Bedeutung des ländlichen Raums hervor. Die Stärkung der Infrastruktur, Bildung, Mobilität und bezahlbarer Wohnraum werden die vier Hauptthemen einer SPD-Regierung sein, kündigte der Landesvorsitzende an. Für die Körler Vereine übermittelte deren Sprecher Bernd Rohleder ein Grußwort, das er zugleich für einen Appell für ein demokratisches Miteinander nutzte. Für die Musik an dem Abend sorgte das Duo Blue aus Wabern.

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