Guxhagen: Bürgerinitiative Lärmstopp-A7 ruft zum Sternmarsch nach Ellenberg auf

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Kämpft mit seinen Mitstreitern für Lärmschutz in Guxhagen: Dieter Fischer von der Bürgerinitiative Lärmstopp-A7.

Guxhagen. Immer wieder wird an der A7 bei Guxhagen gebaut. Aktuell wird dort die Fuldabrücke saniert (derzeit in Fahrtrichtung Süden). Zuletzt wurde im Bereich südlich von Ellenberg (in Fahrt­richtung Norden) der Asphalt erneuert. Doch so schön die Baumaßnahmen für die Autofahrer auch sein mögen, für die Anwohner sind sie unbefriedigend. Denn nach wie vor leiden die Guxhagener unter dem Lärm, der von der A7 zu ihnen rüberschallt.

„Weil entweder falsch, schlecht oder unzureichend gebaut wurde“, sagt Dieter Fischer von der Bürgerinitiative Lärmstopp-A7. Fischer: „Der bestehende Lärmschutz in Guxhagen ist so löchrig wie ein Schweizer Käse.“ Zwar habe man für das Wohngebiet „Hundsforth“ (am nördlichen Rand Guxhagens in Richtung Dörnhagen) einen optimalen Lärmschutz entlang der A7 erreichen können. „Die Planung für eine Lärmschutz­wand auf dem schon bestehenden Wall läuft“, so Fischer, „aber für das Wohngebiet ‘Breitenau’ an der Fulda­brücke der A7 sowie für den Ortsteil Büchenwerra fehlt immer noch der von uns seit Jahren geforderte Lärmschutz.“ Besonders ärgerlich ist das für Fischer und seine Mitkämpfer vor allem deswegen, weil man nicht optimal saniere. „So wird derzeit bei der Sanierung der Fuldabrücke kein Flüsterasphalt verwendet“, sagt er, „und auch bei der Erneuerung des Fahrbahnbelags beim A7-Parkplatz Quillerwald ist kein Flüsterasphalt. Da wurden ganz einfach Chancen vertan.“

Aktuell werden die Lager der Fuldabrücke nördlich der A7-Anschlussstelle ausgetauscht. Auf der östlichen Seite der A7 fordern die BIler eine Lärmschutzwand.

Richtig peinlich wird’s für Hessen Mobil noch ein paar Kilometer weiter südlich: Beim Neubau der ­Hel­ter­bachtalbrücke sowie der dortigen Fahrbahnverlegung sollte eigentlich auch Flüsterasphalt verbaut werden. Zumindest steht das in einem Protokoll. Wurde aber nicht. Dafür hat sich das Land Hessen später, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen war, entschuldigt.

„Wie es gehen könnte sieht man aktuell an der A7 zwischen Kassel Mitte und Kassel Ost“, sagt Fischer, dort bekämen die Anwohner einen nahezu perfekten Lärmschutz vor die Haustür gebaut. „Oder auch an der A49 bei Edermünde-Holzhausen – so wie dort muss eine Lärmschutzwand aussehen“, betont der Guxhagener. Zur Zeit fahren über 75.000 Fahrzeuge pro Tag auf der Autobahn A7 im Schwalm-Eder-Kreis, also mehr als 26 Millionen Fahrzeuge im Jahr. Fischer: „Weiteres Nichtstun oder nachträgliche Entschuldigungen der Behörden werden wir nicht einfach so hinnehmen.“

So sieht nach Auffassung von Dieter Fischer eine perfekte Lärmschutzwand aus. Die Anwohner von Edermünde-Holzhausen sind gut gegen den Krach von der A 49 geschützt.

Deshalb gehen die Mitglieder der Bürgerinitiative Lärmstopp-A7 jetzt – wie 2017 schon einmal – erneut auf die Straße und demonstrieren für ihr Recht auf Lärmschutz. Für kommenden Sonntag, 26. August, laden die BIler zum Sternmarsch an die Autobahnbrücke „Zum Fuldaberg“ ein. Los geht’s jeweils um 14 Uhr an drei Startpunkten

– Edeka-Neukauf Guxhagen

– Speckeplatz Büchenwerra

– DGH Ellenberg

Auch der Bürgerbus der Gemeinde Guxhagen kann genutzt werden. Fischer: „An der Autobahnbrücke gibt’s dann Kaffee und Kuchen von ortsansässigen Bäckereien und Edeka Neukauf, eine Tombola mit Preisen von Guxhagener Geschäftsleuten sowie eine Luftballonaktion. Wir hoffen, dass uns viele Menschen bei unserem Kampf gegen den Lärm unterstützen.“

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