„Hämatom“-Schlagzeuger Frank „Süd“ Jooss im Interview: „Es ist, wie nach Hause zu kommen“

Spielen am Sonntag, 18. Juli, beim coRaSna in Fritzlar-Geismar: Die Jungs der Metal-Band Hämatom.
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Spielen am Sonntag, 18. Juli, beim coRaSna in Fritzlar-Geismar: Die Jungs der Metal-Band Hämatom.

Vom 15. bis 18. Juli ist coRaSna in Fritzlar. Wir sprachen im Vorfeld mit Frank „Süd“ Jooss dem Schlagzeuger der Metal-Band „Hämatom“, die am Sonntag auf dem Fesival-Gelände in Fritzlar-Geismar für Stimmung sorgen wird.

Fritzlar. Im letzten Jahr ist das Fritzlar „Rock am Stück“-Festival komplett ausgefallen, in diesem Jahr gibt es ein „Corona-Ausgabe“: coRaSna haben die Veranstalter ihr Event genannt, bei dem es heißt: Vier Tage coronakonform rocken. Drei Bands an vier Tagen präsentieren die Macher vom 15. bis zum 18. Juli auf dem Festival-Gelände in Fritzlar Geismar. Neben „Eisbrecher“ am Donnerstag spielt „Fury in the Slaughterhouse“ zweimal am Freitag und am Samstag) sowie am Sonntag „Hämatom“. Im Vorfeld von coRaSna sprachen wir mit Frank „Süd“ Jooss dem Schlagzeuger der Metal-Band aus Oberfranken.

Der Corona-Lockdown war für uns alle eine harte Zeit, ganz besonders für die Musik- und Veranstaltungsbranche. Wie habt Ihr diese Zeit überbrückt?

Tatsächlich waren wir während dieser ganzen Zeit sehr fleißig. Angefangen hat der Corona – Lockdown natürlich für uns, wie für alle Künstler, als großer Schock. Wir waren zu diesem Zeitpunkt gerade am Start mit der bis dahin erfolgreichsten Tour der Bandgeschichte. Hatten drei ausverkaufte Shows gespielt und dann kam der Abbruch der Tour.

Natürlich waren wir daraufhin erst mal total down, haben uns aber innerhalb von wenigen Tagen motiviert nach vorne zu blicken und eine Online Show auf Youtube als Trostpflaster für alle Fans und für uns selbst auf die Beine gestellt und mit dieser sogenannten „Quarantäne“-Show weltweit so unglaublich viele Menschen erreicht und so viel positive Resonanz erfahren, dass uns klar wurde, egal wie, einfach weitermachen.

Also wurde eine „Corona-E.P.“ aufgenommen und veröffentlicht. Wir waren auf dem Streaming Festival „Wacken World Wide“, haben zu Halloween eine „Zombie-Online-Show“ auf die Beine gestellt, zu Weihnachten unser etabliertes „Dämonentanz“ Festival über den Äther gejagt und dann mit unserem ersten Akustikalbum „Berlin“ begonnen, was dann an Karfreitag 2021 veröffentlicht wurde.

Ihr seid mit Eurer Open-Air-Tour auch wieder in Nordhessen zu Gast. Was verbindet Euch mit „Rock am Stück“ bzw. mit dem diesjährigen coronakonformen Ableger „coRaSna“? Was ist das Besondere an diesem Festival in Fritzlar?

Tatsächlich kommen wir zu diesem tollen Festival, dass jetzt dieses Jahr coronabedingt im anderen Rahmen stattfindet, zum dritten Mal und die Freude ist wieder rießig. Schon nach dem ersten Mal und einer damals stattfindenden legendären Aftershowparty haben wir das Festival und das Veranstalterteam lieb gewonnen. So fand auf dem Festivalgelände zum Beispiel auch schon ein Fanclubtreffen von Hämatom statt und es fühlt sich schon langsam so an, wie nach Hause zu kommen, wenn wir das Areal betreten.

Insofern ist es für uns das perfekte Umfeld, um den Auftakt unserer Unplugged-Reihe vor Publikum zu starten.

Euer Album „Berlin“ ist Euer erstes Akustik-Album. Was erwartet die Besucher auf Eurer „Tänze auf dem Vulkan“-Tour? Ausschließlich die akustischen Songs des aktuellen Albums? Oder gibt es auch Interpretationen früherer Hits?

Wir wollen natürlich nicht im Vorfeld alles verraten, aber klar ist natürlich, dass neben den Songs unseres neuen Akustikalbums auch alte Klassiker von uns, wie Zum Beispiel „Alte Liebe rostet nicht“, „Wir sind keine Band“ oder „Eva“ nicht fehlen dürfen.

Wir sind bei unseren „Tänzen auf dem Vulkan“ mit großer Besetzung unterwegs. Also neben der normalen Besetzung als Band, haben wir zum Beispiel Bläser, Pianisten, Akkordeonspieler und einen weiteren Gitaristen noch dabei und lassen an diesem Abend alles ganz neu erklingen. Man darf sich auf eine wirklich sowohl akustisch, als auch visuell abwechslungsreiche und unterhaltsame Show freuen, die es laut aktuellem Planungsstand vorerst fünf mal geben wird, ehe wir wieder zum verstärkten Instrumentarium greifen. Sollte man sich also nicht entgehen lassen!!!

Wie geht es nach dieser Tour weiter? Was sind die Pläne für 2022 und die Zeit nach der Pandemie?

Auch hier ist der Zeitpunkt noch zu früh, um alle Zukunftspläne auszupacken. Wir sind aktuell im Studio und schreiben an einem neuen Album. Möglicherweise das härteste Album unserer Historie. Zuviel hat sich angestaut, wofür man ein musikalisches Ventil zum Druckablassen braucht.

Ansonsten hoffen wir natürlich alle, und ich denke, dass wir hier für alle Musiker und Fans von Livekonzerten sprechen, dass die Veranstaltungsbranche wieder zur Normalität zeitnah zurückkehren kann. Uns allen fehlt was. Zu groß ist der Drang, gemeinsam zu feiern, zu singen, zu pogen und uns in den Armen zu liegen.

Dieses Programm erwartet die Besucher bei den coRaSna Open-Air-Events in Fritzlar:

– Donnerstag, 15. Juli: Eisbrecher

– Freitag, 16. Juli: Fury in the Slaughterhouse Zusatzshow)

– Samstag, 17. Juli: Fury in the Slaughterhouse

– Sonntag, 18. Juli: Hämatom

Die Tickets gibt es bei Eventim und auf der Facebookseite von Rock am Stück.

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