Mit Tempo 30 in die Alpen: Harald Krex aus Niederurff fährt mit Schlepper zur Traktor-WM nach Österreich

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Einmal im Jahr findet in Österreich die Oldtimer-Traktor-WM statt. Harald Krex aus dem Bad Zwestener Ortsteil Niederurff will mit vier Freunden teilnehmen. Das Besondere: Sie wollen mit ihren Schleppern von Nordhessen nach Bruck zum Großglockner fahren. Insgesamt 636 Kilometer in vier Tagen.

Bad Zwesten-Niederurff/Bruck. Bereits seit 16 Jahren findet am Großglockner in Österreich eine ganz besondere ­Welt­meis­terschaft statt: Die Oldtimer-Traktor-WM, die in diesem Jahr vom 14. bis 17. September ausgetragen wird. Jedes Jahr pilgern Freunde großer landwirtschaftlicher Zugmaschinen dorthin, um sich mit anderen Gleichgesinnten in verschiedenen Disziplinen (siehe EXTRA INFO) zu messen. Zur Traktor-WM zieht es jährlich hunderte Oldtimer-Fans aus über zehn Ländern.

So auch Harald Krex aus dem Bad Zwestener Ortsteil Niederurff. Gemeinsam mit seinen vier Begleitern Arne Spangenberg, Jens Wagener (beide aus Sachsenhausen bei Waldeck), Volker Kestner (Waltersbrück) und Bernd Reidelbach (Riedenburg in der Rhön) will er an der WM teilnehmen. Zu viert fahren sie dann von Bad Zwesten nach Bruck am Großglockner. Und das mit insgesamt 455 PS unter fünf Hauben verteilt: 52, 68, 89, 100 und 146 PS. Die Freunde brechen mit ihren Traktor-Oldies am 10. September die 636 Kilometer lange Strecke in Richtung Bruck und Fusch am Großglockner auf.

Bildergalerie: Harald Krex aus Niederurff fährt mit Schlepper zur Traktor-WM nach Österreich

Nach wochenlanger Vorbereitung fiebern sie diesem Termin entgegen. Für alle ist es, bis auf Harald Krex, die erste Teilnahme. Krex war schon zwei Mal als Besucher am Großglockner. „Ich habe den anderen von den Erlebnissen dieser WM erzählt und ihnen Fotos gezeigt, bis wir uns einig waren, dass wir das auch mal selbst als Teilnehmer erleben wollen“, so Krex.

Die gemeinsame Leidenschaft zu den Schleppern ist bei allen verwurzelt. Sie kommen entweder aus der Landwirtschaft oder arbeiten hauptberuflich mit den Geräten, erklärt der 56-Jährige, der selbst im Landmaschinenhandel tätig ist. „Arne reist am Vortag mit den Schleppern aus Sachsenhausen an. Jens fährt mit dem Auto runter, weil wir seinen Schlepper auf dem Tieflader transportieren müssen. Arne und ich starten dann mit meinem John Deere 3130 das Abenteuer und holen die anderen beiden unterwegs ab“, erklärt der Landmaschinenexperte. Volker Kestner wird mit seinem John Deere 2030 und Bernd Reidelbach mit seinem Trenkle Tremo B die Reise antreten. Arne Spangenberg erläutert: „30 Sachen sollten wir schon schaffen, sonst kommen wir nicht vom Fleck. Gefahren wird im Konvoi, auf wenig befahrenen Landstraßen, aber mit genügend Abstand, damit andere Verkehrsteilnehmer gefahrlos überholen können, erklärt Krex.

Ihre Traktoren sind trotz des fortgeschrittenen Alters in einem sehr guten Zustand. Da jedoch immer was kaputt gehen kann, sind die passenden Werkzeuge sowie Ersatzteile mit an Bord. Und so gehen die Trecker-Freunde die Fahrt an: Nach dem Start am Sonntag, 10. September, geht es auf die ­ers­te Tagesetappe: 174 Kilometer bis Mühlhausen bei Würzburg. Am Montag stehen dann 163 Kilometer bis Rehlingen auf dem Tourplan. Dienstag wollen sie 159 Kilometer bis Albaching meistern. Für Mittwoch bleiben dann noch 153 Kilometer bis Bruck bei Zell am See. Dort erfolgt die technische Abnahme. „Der TÜV darf nicht älter sein als ein Jahr, sonst muss er vor Ort erneuert werden“, erklärt Krex. Die Freunde gehen davon aus, dass alle die Startberechtigung bekommen und gemeinsam gelassen der viertägigen Meisterschaft entgegensehen können.

EXTRA INFO

Wettbewerb und Programm: Am Freitagnachmittag startet die erste Teilprüfung, ein Zeitfahren von Bruck nach Fusch, bei dem es nicht um Geschwindigkeit, sondern um Gleichmäßigkeit (Ziel: eine festgelegte Strecke in möglichst gleichmäßigem Tempo bewältigen) geht. Kernstück der WM ist eine 25 Kilometer lange Serpentinenstrecke – aufwärts und in gleichem Tempo. Am Samstag geht es von Ferleiten mit durchschnittlich 15 Grad Steigung hinauf zum Fuschertörl.

Weltmeisterwertung: Für die Wertung werden die Zeitdifferenzen vom ersten Wettbewerb und vom zweiten Wettbewerb addiert. Die Wertung erfolgt unabhängig vom Baujahr des Traktors.

Klassenwertung: Für die Wertung wird die Zeitdifferenz vom zweiten Wettbewerb herangezogen. Die Wertung wird nach Klassen unterteilt.

Mannschaftswertung: Maximal sieben Starter dürfen an der Mannschaftswertung teilnehmen. Zur Berechnung der Mannschaftszeit werden die vier Besten der Mannschaft aus der ­Weltmeis­terwertung gewertet.

Alle weiteren Infos online: www.traktorwm.at

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