Hessenkasse übernimmt Kassenkredite – 13 Kommunen aus dem Schwalm-Eder-Kreis dabei

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Von 13 Kommunen aus dem Schwalm-Eder-Kreis hat die Hessenkasse die Kassenkredite übernommen.

Seit vergangenen Montag sind viele Hessische Kommunen ihre Kassenkredite los. Das Zauberwort heißt hier Hessenkasse. Auch 13 Kommunen aus dem Schwalm-Eder-Kreis profitieren davon.

Schwalm-Eder. „Der 17. Dezember 2018 dürfte in die Geschichte Hessens, vor allem aber in die Geschichte vieler unserer Kommunen, eingehen: Ab diesem Tag sind Hessens Kommunen ihre Kassenkredite los. Rund 4,9 Milliarden Euro kommunaler Kassenkredite sind dann endgültig auf die Hessenkasse übergegangen. Kassenkredite sind der Dispo der Girokonten der Kommunen.

„Die Hessenkasse hat nun Hessens Kommunen aus dem Dispo geholt“, sagte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer Montag in Wiesbaden. „179 Kommunen hatten noch bis vor kurzem Kassenkredite in Höhe von 4,9 Milliarden Euro. Ab heute sind sie alle auf 0 gestellt. Das hat es so nicht nur in Hessen noch nicht gegeben, sondern das ist bundesweit einmalig.“

Kommunen im Schwalm-Eder-Kreis profitieren

„Auch viele Kommunen im Schwalm-Eder-Kreis gehören zu den Gewinnern der Hessenkasse. Felsberg, Gilserberg, Jesberg, Knüllwald, Morschen, Neuental, Neukirchen, Niedenstein, Oberaula, Ottrau, Schrecksbach, Schwalmstadt und Spangenberg werden zusammen um über 65 Millionen Euro entschuldet. Das sind gewaltige Summen, die teils über Jahrzehnte angehäuft wurden. Nun drücken wir in einer gemeinsamen Anstrengung zusammen mit den Kommunen die Reset-Taste und ermöglichen ihnen den Neustart“, sagte Schäfer.

Neustart für Hessens Kommunen

„Aus rotem Minus wird schwarze 0, aus Kassenkreditverschuldung ein Neustart“, sagte der Finanzminister. „Natürlich wird es auch nach dem 17. Dezember 2018 in den hessischen Kommunen noch Kassenkredite geben. Aber nicht im zuletzt leider üblichen Ausmaß. Kassenkredite sind als Dispo des Girokontos der Kommunen dazu da, um kurzfristig für Liquidität zu sorgen. Selbst die sprichwörtliche sparsame schwäbische Hausfrau überzieht manchmal ihr Konto. Allerdings haben wir festgelegt, dass das Konto der Kommunen in Zukunft immer bis zum 31. Dezember ausgeglichen sein muss“, betonte der Finanzminister.

Die höchsten Schulden werden von der Stadt Offenbach (564 Millionen Euro), dem Landkreis Offenbach (522,4 Millionen Euro) und dem Rheingau-Taunus-Kreis (328,5 Millionen Euro) übernommen. Auf die Einwohner umgerechnet liegt erneut die Stadt Offenbach vorne (4.527 Euro), gefolgt von Bad Karlshafen (4.290 Euro) und Rüsselsheim (3.047 Euro).

Welchen Kommunen die Kassenkredite abgenommen wurden, steht auf www.hessenkasse.de.

EXTRA-INFO

13 Kommunen wurden entschuldet

Hier die am Entschuldungsprogramm der Hessenkasse teilnehmenden Kommunen im Schwalm-Eder-Kreis und ihre jeweiligen Entschuldungsbeträge in Euro:

• Felsberg 8.200.000 €

• Gilserberg 3.200.000 €

• Jesberg 3.473.424, 21 €

• Knüllwald 6.150.000 €

• Morschen 6.700.000€

• Neuental 8.300.000 €

• Neukirchen 2.800.000 €

• Niedenstein 2.200.000 €

• Oberaula 3.100.000 €

• Ottrau 1.800.000 €

• Schrecksbach 3.700.000 €

• Schwalmstadt 7.500.000 €

• Spangenberg 8.300.000 €

Summe: 65.423.424,21 €

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