Homberg: Schlepperkino bringt PS-Power in die Open-Air-Arena

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Da die im März geplante Young Farmes Party aufgrund Corona abgesagt werden musste, ließ sich die Landjugend im Kreis etwas ganz Besonderes einfallen lassen: ein Schlepperkino. Mit Unterstützung von Joachim Walther, allen bekannt als Kinobetreiber des Cine-Royal, luden die jungen Landwirte zum spektakulären Filmabend in die Open-Air-Arena der Kreisstadt ein.

Homberg. So viele Pferdestärken waren vermutlich letztmals zu aktiven Bundeswehrzeiten in der Ostpreußen-Kaserne zu hören und zu sehen. Am Wochenende lockte das erste Schlepperkino ein PS-starkes Publikum in die Open-Air-Arena am Stadtrand von Homberg.

Frei nach dem Motto, „was nicht passt, wird passend gemacht“, hatte die Landjugend Schwalm nach einem adäquaten Ersatz für die durch Corona ausgefallene Young Farmers Fete im März gesucht und kurzerhand das derzeitige Freiluftkino für einen ganz besonderes Event auserkoren. Marten Lotz, Vorsitzender der Landjugend, und seine Mitstreiter hatten in Kooperation mit Kinobetreiber Joachim Walther (Cine-Royal) einen ganz besonderen Abend auf die Beine gestellt. Dazu waren alle Junglandwirte der Region und ihre Freunde zum cineastischen Erlebnis auf der grünen Wiese eingeladen. „Was nicht passt, wird passend gemacht“, lautete auch der Titel des Kultfilms aus dem Jahr 2002, bei dem sich schlitzohrige Handwerker durch ihren Baustellenalltag kämpften.

Doch bevor es hieß „Film ab!“, galt es die gigantischen Kinobesucher erst einmal entsprechend zu positionieren. Aus allen Richtungen rollten die schweren Arbeitsgeräte zum bevorstehenden Party-Erlebnis, meist moderne allradgetriebene Hightech-Traktoren mit voll klimatisierter Kabine, doch mittendrin fanden sich auch einige ältere Schätzchen.

Michael Grüber und Franziska Hildebrand etwa waren mit einem 50 Jahre alten Massey Ferguson angereist, am Heckhubwerk war ein bequemes Sofa angebracht und auch andere Gäste hatten entsprechendes Mobiliar dabei.

Die Platzanweiser zeigten jedem Schlepper seinen Parkplatz, die kleinen durften weit nach vorn und die großen reihten sich dahinter ein.

Anna und Katharina erreichten auf einem ganz außergewöhnlichen Gefährt das Areal, ihr Güldner Hydrocar von 1964 hatte die Freundinnen mit maximal 19 Stundenkilometern von Wega nach Homberg transportiert – unter einer Plane verbarg sich wettergeschützt eine Couch und der dazugehörige Beistelltisch.

„Hier wird einem erst deutlich, wie viele Menschen für unser tägliches Brot sorgen“, sagte Harald Bernhardt aus Wernswig während er auf die Masse an Fahrzeugen schaute. „Normalerweise brauchen wir Regen, aber heute ausnahmsweise mal nicht“, freute sich Marten Lotz über den blauen Himmel und noch mehr über die große Resonanz bei der gelungenen Party.

Noch bis Mitternacht feierten die Landjugend und ihre Gäste im improvisierten Amphitheater, nach dem Film legten Steffen Lotz und Lucas Wiegand von Trifaders Party Music eine Scheibe nach der anderen auf.

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