Besondere Leistungen für die Meteorologie: Bundesverdienstmedaille für Homberger Rudolf Fiebig

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Die Verleihung der Bundesverdienstmedaille. Für alle ein besonderer Anlass: (v.li.) Bürgermeister Dr. Nico Ritz, Brunhilde Fiebig, Rudolf Fiebig, Anja Engels und Saskia Pietzsch vom Deutschen Wetterdienst.

Für sein ehrenamtliches Engagement für den Deutschen Wetterdienst, wurde der Homberger Rudolf Fiebig kürzlich mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet.

Homberg. Träger der Bundesverdienstmedaille für langjährige freiwillige Mitarbeit im phänologischen Beobachtungsdienst – diese Ehre wurde vor Kurzem dem Homberger Rudolf Fiebig zuteil.

Der pensionierte Agrar­ingenieur erhielt im Homberger Rathaus die Auszeichnung im Beisein seiner Frau Brunhilde und Bürgermeister Dr. Nico Ritz aus den Händen von Diplom-Geologin Saskia Pietzsch vom Deutschen Wetterdienst (DWD) und ihrer Kollegin Anja Engels.

Seit 1976 knapp 3.500 Daten für den Wetterdienst notiert

Rudolf Fiebig arbeitet seit 1976 als phänologischer Beobachter in Homberg für den DWD. In diesem langen Zeitraum hat er mit viel Idealismus und Engagement insgesamt 3.479 Beobachtungsdaten notiert. Im Jahr 2002 übernahm er auch noch die Tätigkeit eines phänologischen Sofortmelders und übersendete weitere 1.038 Daten.

Seine insgesamt 4.517 Beobachtungen waren und sind ein unverzichtbarer Bestandteil der agrarmeteorologischen Beratung im Schwalm-Eder-Kreis. Der DWD bekommt von circa 1.200 ehrenamtlichen Beobachtern im gesamten Bundesgebiet erfasste Entwicklungen von wildwachsenden Pflanzen und Kulturpflanzen im Jahresablauf.

Angefangen von der Blüte der Haselnuss im Vorfrühling bis hin zu dem Nadelfall der Lärche im Spätherbst: Das phänologische Beobachtungsprogramm umfasst 48 verschiedene Pflanzen. Mit den Datenreihen lassen sich Auswirkungen des Klimas auf die Pflanzenentwicklung in der freien Natur nachvollziehen und so Klimaveränderungen feststellen.

Nach über 40 Jahren Rückzug aus aktivem Beobachtungsdienst

Für seine ehrenamtliche Tätigkeit verlieh Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dem phänologischen Beobachter eine Urkunde sowie die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland in Anerkennung wertvoller Mitarbeit und besonderer Leistungen für die Meteorologie. Die Auszeichnung wurde ihm in einer kleinen feierlichen Zeremonie überreicht. Bürgermeister Dr. Nico Ritz fügte der Medaille die Glückwünsche der Kreisstadt Homberg, eine Flasche Weißwein und einen Kulturführer hinzu.

Nach über 40 Jahren wird sich Rudolf Fiebig Ende des Jahres aus dem aktiven Beobachterdienst zwar verabschieden, seine Frau Brunhilde Fiebig ist sich aber sicher: „Eins steht fest, er kann ruhig offiziell aufhören, er guckt aber weiter!“

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