Hospital zum Heiligen Geist stellt sich für die Zukunft auf

1 von 4
So soll es werden: (v.li.) Dr. Sven Ricks (kaufmännischer Leiter beim Hospital zum Heiligen Geist), der medizinische Leiter Dr. Carsten Bismarck und Kuratoriumsvorsitzender Karl-Otto Winter präsentieren die Pläne für die Umbauarbeiten in dem Fritzlarer Krankenhaus. Foto: Knödl
2 von 4
Das Schema zeigt den Zeitplan, in dem die Umbaumaßnahmen erfolgen sollen, sowie die Investitionssummen. Grafik: Hospital
3 von 4
So soll das Hospital zum Heiligen Geist nach dem Umbau aussehen. Die Studie zeigt die Fassade mit dem Eingangsbereich aus Blickrichtung Nord-Osten. Studie: Hospital
4 von 4
Plan zum Umbau des Hospital zum Heiligen Geists in Fritzlar. Zu sehen ist der Eingangsbereich aus Blickrichtung Nord-Osten. Plan: Hospital

Fritzlarer Krankenhaus will bis 2025 über 18 Millionen Euro investieren.

Fritzlar. „Strategie 2025“, so heißt der Investitions- und Finanzierungsplan, mit dem sich das Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar für die Zukunft aufstellen möchte. Vorgestellt haben den Plan am Montag dieser Woche Karl-Otto Winter, Vorsitzender des Kuratoriums als Aufsichtsorgan der Stiftung „Hospital zum Heiligen Geist“, sowie der medizinische Leiter Dr. Carsten Bismarck und der kaufmännische Leiter Dr. Sven Ricks.

„Wir haben uns gefragt, ‘Wo soll die Reise hingehen?’“, sagt Karl-Otto Winter, „und wie können wir die baulichen, technischen und personellen Voraussetzungen schaffen, um die Fritzlarer und die Menschen in der Region auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten medizinisch möglichst optimal versorgen zu können.“ Herausgekommen ist ein Plan, der bis zum Jahr 2025 Investitionen von rund 18,5 Millionen Euro vorsieht.

„Wir befinden uns in einem komplexen Umfeld“, so Dr. Carsten Bismarck, „Begriffe wie Pflegenotstand, Verteilungs- und Ressourcenkämpfe fallen leider immer wieder im Zusammenhang mit der medizinischen Versorgung. Und man hat sich inzwischen leider weit von dem entfernt, was wir Ärzte eigentlich machen wollen: Menschen helfen.“ Nach Bismarcks Überzeugung haben Krankenhäuser wie das Hospital für die Zukunft nur eine Chance, wenn man sich – als Partner der Bevölkerung – weiterentwickelt. „Bismarck: „Dazu gehört einerseits, die Grund- und Regelversorgung aufrechtzuerhalten und andererseits sich weiter zu spezialiseren. Und genau das sei am Hospital zum Heiligen Geist geplant.

Dafür stimmte das Kuratorium einstimmig folgenden Investitionen zu:

1. Neubau einer Intensivstation: Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und sollen planmäßig in 2020 abgeschlossen sein. Damit verdoppeln sich die intensivmedizinischen Kapazitäten. Die Inves-titionskosten einschließlich modernster Geräte beträgt 6,6 Millionen Euro.

2. Neubau einer Angio-Suite: Die Fachplanungen haben begonnen, die Bauarbeiten sollen planmäßig Ende 2019 abgeschlossen sein. Die Angio-Suite soll sowohl für die Diagnostik und endovasculäre Therapie von Gefäßkrankheiten als auch für die Kardiologie als Katheterplatz genutzt werden. Die Investitionskosten betragen 1,2 Millionen Euro.

3. Neubau eines weiteren Operationssaals mit neuem Aufwachraum: Die Fachplanungen haben begonnen, die Investitionskosten betragen 2,8 Millionen Euro.

Darüber hinaus soll unter anderem in folgende Maßnahmen investiert werden:

4. Sanierung des denkmalgeschützten Kreuzganggebäudes – Altbau neben der Evangelischen Stadtkirche – und energetische Maßnahmen (Heizung / Lüftung / Kälte) sowie Modernisierung der Infrastruktur und des Eingangsbereiches. Die Investitionskosten betragen 4,5 Millionen Euro. Mit den Sanierungsarbeiten der Außenfassade wurde bereits begonnen.

5. Digitalisierung: Einführung elektronischer Patientenakten und eines digitalen Archivs. Eine europaweite Ausschreibung für die Vergabe der Systeme ist abgeschlossen, die Projektgruppen haben ihre Arbeit aufgenommen und die erste Software wird bis Ende 2019 eingeführt. Die Investitionskosten betragen 2,6 Millionen Euro.

Wichtig war Bismarck auch noch zu erwähnen, dass die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe so erhalten bleibt, wie sie derzeit ist. „Weil es da, aus welchen Gründen auch immer, immer wieder zu Gerüchten kommt. Die Gynäkologie und Geburtshilfe ist uns eine Herzensangelegenheit“, so Bismarck, „um das einmal ganz deutlich zu sagen.“

Und Sven Ricks ergänzt: „Diese Investitionen sind auch ein starkes Signal für die Belegschaft des Hospitals. Das bedeutet für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen sicheren und attraktiven Arbeitsplatz“, so die Aussage der Geschäftsführung.

Die 18,5 Millionen Euro finanziert die Stiftung als Träger des Hospitals zum Heiligen Geist als selbstständiges Unternehmen u.a. aus den jährlichen pauschalen Fördermitteln der Krankenhausfinanzierung des Landes Hessen und den erwirtschafteten Ergebnissen des Krankenhauses. Finanzielle Unterstützung der Stadt Fritzlar oder des Landkreises Schwalm-Eder gibt es nicht.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Nach brutalem Überfall auf dem Fritzlarer Tegut-Parkplatz: Haftstrafen für zwei 19-Jährige

Am 15. April kam es auf dem tegut-Parkplatz in Fritzlar zu einem Vorfall, bei dem der 39-jährige Dr. Christoph Pohl von zwei 19-jährigen verletzt wurde. Jetzt wurden die …
Nach brutalem Überfall auf dem Fritzlarer Tegut-Parkplatz: Haftstrafen für zwei 19-Jährige

Dagobertshausen feiert den Rebensaft: Weinfest am Samstag am Feuerwehrgerätehaus

Im Malsfelder Ortsteil Dagobertshausen dreht sich am morgigen Samstag alles rund um die Rebe. Am Feuerwehrgerätehaus findet ab 19 Uhr das 13. Weinfest statt.
Dagobertshausen feiert den Rebensaft: Weinfest am Samstag am Feuerwehrgerätehaus

Heute Abend geht's los: Zwei Tage Weinfest auf dem Felsberger Marktplatz

Auch in diesem Jahr findet das traditionelle Weinfest auf dem Marktplatz in Felsberg statt. Der Startschuss fällt am heutigen Abend um 18.30 Uhr.
Heute Abend geht's los: Zwei Tage Weinfest auf dem Felsberger Marktplatz

Schnuddelbänke beleben nordhessische Kleinstadtperlen

Städtekooperation in der GrimmHeimat NordHessen schließt sich mit pfiffiger Idee der #herzverlieren Kampagne an
Schnuddelbänke beleben nordhessische Kleinstadtperlen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.