Hupen ist das neue Klatschen – RaS-Konzert im Homberger Autokino

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Kleiner Ersatz für das ausgefallene Rock-am-Stück-Festival: RaS-Organisatoren luden zum Open-Air-Konzert ins temporäre Autokino Homberg

Homberg. Eigentlich sollte im Juli das traditionelle Metal-Gewitter über Geismar hereinbrechen, das Festival „Rock am Stück“ (RaS) hätte auch in diesem Jahr wieder mehrere Tausend Besucher an den Lohrberg im Fritzlarer Stadtteil Geismar gelockt. Über 40 Bands standen auf dem Programm, doch die Corona-Pandemie hat den Organisatoren der zwölften Auflage und den Fans einen Strich durch die Rechnung gemacht. Um wenigstens ein Stückchen Rock am Stück erleben zu können, ging man neue Wege und stellte kurzfristig ein Mini-Festival auf die Beine, das an Himmelfahrt im improvisierten Autokino in der Homberger Ostpreußenkaserne stattfand.

Aufgrund der bestehenden Abstandsregeln durfte das Publikum nicht direkt vor der Bühne stehen, sondern brachte sich mit dem Auto quasi seine eigene Konzerthalle mit – passenderweise umrahmten die Adam-Opel-Straße und die Carl-Benz-Straße die Festival-Arena.

RaS-Fan Gina gehörte zu denen, die sich auf dieses Experiment einließen – gemeinsam mit ihrem Vater stand sie ganz vorne am Eingangstor zur großen Wiese. „Wir haben Proviant und Leuchtstäbe“, zeigten sich auch Sonja und Tanja gut gerüstet für diesen außergewöhnlichen Abend und parkten mit ihrem Audi in der ersten Reihe.

Michael Ost und Dirk Wimmel hatten sich sogar einen Logenplatz mitgebracht, auf der Ladefläche ihres Chevrolet „El Camino“ saßen sie auf Strohballen und genossen ihr Vatertags-Bier.

Nach und nach füllte sich der Platz, doch das Areal hätte noch für viele weitere Besucher der „apoCARlypse!“ ausgereicht. Als schließlich die vier Jungs von „20DarkSeven“ die Bühne erklommen wirkte die Szene etwas gespenstisch, denn für gewöhnlich werden die Künstler mit Applaus begrüßt - doch auch das Publikum musste sich erst an die Umstellung gewöhnen: Hupen ist das neue Klatschen.

Bei Einbruch der Dunkelheit starteten „Nitrogods“ aus Hannover mit „Black car driving man“ in die zweite Konzerthälfte. „Es ist schön, endlich wieder auf der Bühne zu stehen“, freute sich Gitarrist Henny Wolter nach der Corona-Zwangspause und Bassist Oimel Larcher wollte gleich wissen, „habt ihr alle noch genug Batterie“, denn der Sound wurde über Radiofrequenz in jedes einzelne Auto übertragen. Mit der Lichthupe wurde regelmäßig im Takt „mitgeklatscht“ und nach jedem Stück wurde das Hupkonzert frenetischer. Sicherlich war die Veranstaltung kein Ersatz für das echte „Rock am Stück“, mit drei Tage Musik, Camping und der einzigartigen Festival-Atmosphäre, aber den Besuchern, den Musikern und den Helfern hat es trotzdem Spaß gemacht.

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