In der Leitstelle des Kreises klingelt alle 4 Minuten das Telefon

Andreas Kömpel ist einer von 13 Mitarbeitern in der Zentralen Leitstelle des Landkreises. Er und seine Kollegen sorgen dafür, dass im Notfall schnell Hilfe kommt.
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Andreas Kömpel ist einer von 13 Mitarbeitern in der Zentralen Leitstelle des Landkreises. Er und seine Kollegen sorgen dafür, dass im Notfall schnell Hilfe kommt.

24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche nehmen die 14 Disponenten der Zentralen Leitstelle, die rund um die Uhr mit mindestens zwei Disponenten besetzt ist, Anrufe entgegen. Laut der Statistik, die der Kreis kürzlich vorstellte sind im vergangenen Jahr knapp 120.000 Anrufe in der Zentralen Leitstelle eingegangen.

Schwalm-Eder. Keine massiven Unwetterlagen, keine Häufung von schweren Unfällen, keine spektakulären Großeinsätze wie sie 2019 vereinzelt zu verzeichnen waren – bereits in normalen Jahren wären dies gute Neuigkeiten gewesen. Doch das vergangene Jahr 2020 war bekanntlich kein Jahr wie andere. Die Corona-Pandemie prägte das Leben, auf die Anzahl der Notrufe und Einsätze im Schwalm-Eder-Kreis hatte die Pandemie aber kaum Einfluss gehabt, sagt Uwe Wünsch.

Gemeinsam mit Landrat Winfried Becker und Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar stellte der stellvertretende Fachbereichsleiter Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen beim Schwalm-Eder-Kreis die Statistik der Zentralen Leitstelle des Schwalm-Eder-Kreises für das vergangene Jahr vor.

24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche nehmen die 14 Disponenten der Zentralen Leitstelle, die rund um die Uhr mit mindestens zwei Disponenten besetzt ist, Anrufe entgegen. Wenn irgendwo im Schwalm-Eder-Kreis ein Hilfesuchender die 112 wählt, müssen die Disponenten – allesamt ausgebildete Feuerwehr- und Rettungskräfte – schnelle und oft lebensrettende Entscheidungen treffen und Rettung organisieren. Im vergangenen Jahr suchten Bürger 30.374 Mal Hilfe unter der 112. Dazu kamen 65.826 Anrufe über die 19222 über die Krankentransporte angefordert und terminiert werden sowie 3094 Anrufe über Sondernummern verschiedener Institutionen. Insgesamt sind somit knapp 120.000 Anrufe in der Zentralen Leitstelle eingegangen. „Durchschnitt alle vier Minuten geht in der Leitstelle ein Anruf ein“, so Kreissprecher Stephan Bürger, „wobei es nachts weniger ist, tagsüber dafür mehr“.

Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Zahl der Anrufe aber kaum verändert, berichtet Wunsch. Die Zahl der Einsätze sei hingegen um rund fünf Prozent im Vergleich zu 2019 gestiegen. Während die Anzahl der Feuerwehreinsätze zurückgegangen ist, gab es für die Mitarbeiter in den Rettungs- und Krankenwagen 2020 mehr zu tun. So mussten die Feuerwehren im vergangenen Jahr 1164 mal ausrücken, der Rettungsdienst kam 30.350 mal zum Einsatz und für Krankentransporte verzeichnete die Leitstelle 12.187 Fahrten.

Zwar habe man zu Beginn der Coronawelle im Frühjahr einen leichten Rückgang der Einsatzzahlen verzeichnen können, so Wunsch. „Dies lag daran, dass die Krankenhäuser zeitlich aufschiebbare Operationen erst wieder zum Ende des Lockdowns durchführten.“ Doch insgesamt habe die Coronapandemie kaum Einfluss auf das Einsatz geschehen gehabt. „Wir sind froh, dass wir trotz der besonderen Lage, die Motivation und Einsatzbereitschaft der Rettungskräfte aufrechterhalten konnten“, betonte Landrat Becker abschließend.

Positives hatte auch Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmer zu berichten: Dank der ausgearbeiteten Hygienekonzepte seien alle Feuerwehren durchgehend einsatzbereit gewesen und hätten in der besonderen Situation auch in der Nachwuchsarbeit mit kreativen und pandemiekonformen Aktionen Engagement gezeigt.

Überdurchschnittlicher Frauenanteil

Laut der Statistik haben die Feuerwehren im Schwalm-Eder-Kreis auch 2020 einen leichten Mitgliederschwund zu verzeichnen gehabt. Erfreulich sei aber, dass der Frauenanteil überdurchschnittlich sei, so Dittmer. In der Einsatzabteilung seien 16,47 Prozent der Aktiven weiblich. Beim Nachwuchs liege die Quote bei 38,74 in den Jugendfeuerwehren und bei 41,67 Prozent in den Kinderfeuerwehren. Diesen Anteil aus den Kindergruppen in die Einsatzabteilung zu retten, sei ihr Ziel, so Dittmer abschließend.

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