Auf an den Wasserturm: Das traditionelle Borkener Heimatfest soll wiederbelebt werden

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Der Verein „Intitiative Heimatfest“ möchte zurück zu den Wurzeln und künftig wieder oben am Wasserturm feiern. Dafür setzen sich Dennis Döring (Schriftführer, re.) und Tim Reinbold (2. Vorsitzender) ein. Der Termin für das Heimatfest ist für den 8. Juni bis 10. Juni 2018 angedacht.

Der Verein "Initiative Heimatfest" will zurück zu den Wurzeln des traditionellen Feierns: Das Heimatfest in Borken soll wiederbelebt werden und am Wasserturm stattfinden.

Borken. In der Bergmannsstadt gibt es einige Vereine und Initiativen, die sich dafür einsetzen, das „Wir-Gefühl“ zu stärken und gleichzeitig die Stadt Borken attraktiver zu machen. Nachdem das Stadtfest 2016 in Borken floppte, findet in diesem Jahr lediglich eine abgespeckte Version mit dem Straßenfest statt. Aus diesem Grund hat sich die „Initiative Heimatfest“ gegründet, die ein Traditionsfest wiederbeleben möchte.

Tim Reinbold, Mitinitiator und 2. Vorsitzender des Vereins, möchte zurück zu den Wurzeln des Borkener Heimatfestes. „Vor etlichen Jahren feierten die Borkener einmal im Jahr ausgiebig oben am Wasserturm ihr Fest. Mit allem, was dazu gehört“, erklärt der 22-jährige Student Reinbold. Dazu gehören Schausteller mit Fahrgeschäften – die aufgrund ihrer Größe keinen Platz im Zentrum mehr finden – ein großes Festzelt, Imbissbuden, ein Biergarten mit kleiner Bühne uvm.

Dafür startete die Initiative in der Vergangenheit eine Umfrage. Von circa 13.000 Einwohnern nahmen etwa 150 an der Umfrage teil. Dort galt es Fragen zu beantworten, beispielsweise wie lange ein künftiges „Heimatfest“ dauern sollte, Angaben zum Standort (Festplatz, Stadtzentrum oder beides), ob Vereine mit einbezogen werden sollten und was der Veranstalter unternehmen müsste, damit der Befragte gerne an dem geplanten Fest teilnehme.

Borkener wollen zurück zum Wasserturm

„Die Auswertung der Fragebögen war eindeutig: Die Borkener wollen zurück zu ihren Wurzeln und wieder am Wasserturm feiern“, so der Student. Über 90 Prozent kennen das Heimatfest noch von früher und wollen wieder – nach Reinbolds Aussage – dahin zurück. „Darüberhinaus ist es uns wichtig, dass es nicht nur ein Fest für die Stadt wird, sondern auch die umliegenden Ortsteile mit einbezogen werden“, so der 22-Jährige weiter. Doch bevor es soweit ist, muss das Konzept erst den städtischen Gremien zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden.

Siegfried Bank, Pressesprecher der Stadt Borken, findet es löblich, dass es ein Team junger Menschen gibt, die sich ehrenamtlich damit beschäftigen, ein Fest auf die Beine zu stellen. „Allerdings ist ein Fest dieser Größe auch mit immensen Kosten verbunden, die sich auf circa 25.000 Euro beziffern lassen, und da reicht es nicht, dass mündliche Aussagen über potentielle Sponsoren und Kostendeckungen gegeben werden. Es müssen schriftliche Absicherungen gegeben sein, sonst wird es schwierig mit dem Durchwinken in den einzelnen Gremien“, so Bank. Er ist der Meinung, dass die Stadt sich zudem nicht der Verantwortung entziehen solle, was die Unterstützung dieses Festes betrifft.

„Allerdings geht das auch nur, wenn die finalen Zahlen stehen. Denn wenn die Stadt mit im Boot sitzt, trägt sie die finanzielle Verantwortung mit. Und mit Zahlen kann man sich schnell verkalkulieren“, erklärt Bank abschließend.

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