Initiative „Pro Borken“ will Stadtmarketing verbessern

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Gemeinsam zum nachhaltigen Erfolg: Die neugegründete Initiative "Pro Borken" macht sich mit neuen Plänen stark für ein lebendiges und aktives Borken.

Borken. Über eines sind sich alle 37 Teilnehmer der ersten Info-Veranstaltung der Initiative "Pro Borken" einig: Borken ist eine schöne Stadt und hat einiges zu bieten. "Die Besucher können in Borken kostenlos parken, die Bahnhofsstraße ist jetzt barrierefrei und unsere Seenlandschaft ist in der Region einzigartig – das sind nur einige Beispiele, die Borken attraktiv machen", sagt Sonja Lehman, die gemeinsam mit Marco Körner und Lars Walter die Initiative gegründet hat.Die Idee: Bürger und Unternehmer arbeiten Hand in Hand an Konzepten, die das Leben in der ehemaligen Bergmannsstadt interessant machen sollen. Auf dem Treffen am vergangenen Mittwoch wollten die Gründer gemeinsam mit interessierten Borkenern erste Vorschläge sammeln, die nicht nur die zahlreichen Feste in Zukunft aufwerten sollen, sondern auch das Freizeitangebot. Doch schon in seiner Eröffnungsrede musste Körner betonen: "Es geht hier nicht darum, ­dass der ehemalige Vorstand gegen den Unternehmerring (UR-SEW) arbeiten möchte. Im Gegenteil, unsere Initiative soll die Aktivitäten ergänzen und will ein Miteinander erreichen."

Vor allem sollten damit die Bürger motiviert werden, sich für die Stadt zu engagieren – diese Möglichkeit biete der Unternehmerring nicht, da er sich nur an die Geschäftsleute richte. Auch müsste die Finanzierung der Feste zukünftig organisiert werden, da sich der UR-SEW davon distanzieren wolle. Worte, die zu einer eineinhalbstündigen Diskussion über einen misslungenen Weihnachtsmarkt und die Diskrepanzen innerhalb des Unternehmerrings führten.  "Sind wir hier, um den nächsten Weihnachtsmarkt zu planen und das zu besprechen, was in der Vergangenheit bei den Unternehmern schief gelaufen ist", wirft eine Teilnehmerin irritiert ein, "oder soll es heute Abend darum gehen, was wir ändern wollen?" Ein anderer Bürger forderte: "Ich will keine Schuldzuweisungen hören, sondern Vorschläge und Lösungen."

Aussagen, die die Runde aus Borkener Geschäftsleuten und Bürgern zu einem konstruktiven  Gespräch über die Wünsche und Ideen führten. Und da können sich die Einwohner der Bergmannsstadt so einiges vorstellen: Ob geführte Grenzgänge entlang der alten Gebietslinien, Wandergruppen oder Stadtführungen – an Einfällen mangelte es den Teilnehmern nicht. "Wir sehen, dass sich vieles ändern muss, vor allem in der Kommunikationspolitik", fasst Stadtrat Friedhelm Knigge das lange Streitgespräch zusammen. "Nun müssen sich Freiwillige zu einem Arbeitskreis zusammenfinden, die nicht nur reden, sondern tun", ergänzt er.  ­­

Eine Aufforderung, die sich das Gründer-Trio der Initiative "Pro Borken" nicht zwei Mal sagen ließ. Marco Körner fragte das Interesse an einer Mitarbeit ab: Insgesamt 19 der 37 Anwesenden erklärten sich schon während der Sitzung dazu bereit, am Arbeitskreis teilzunehmen.

Das nächste Treffen, auf dem die Initiative konkret ausgearbeitete Ideen vorstellt, findet am Mittwoch, 13. April, statt. Uhrzeit und Ort für die Veranstaltung werden noch bekannt gegeben.

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