Initiative startet Unterschriftenaktion für den Ausbau des Borkener Bahnhofs 

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Barrierefrei sieht anders aus: Nur über Treppen sind die Bahnsteige zu erreichen. Aus diesem Grund wird in Borken ein zeitnaher Ausbau des Bahnhofs gefordert.

Nachdem der Baustart auf unbestimmte Zeit vershoben wurde, hat sich eine Initiative für den Ausbau des Borkener Bahnhofs gegründet. Sie sammeln jetzt Unterschriften. Auch die Nachbarkommunen Neuental, Bad Zwesten, Jesberg und Wabern unterstützen die Borkener. 

Borken. Es sind 21 Zentimeter, die einem barrierefreien Ausbau des Borkener Bahnhofs im Wege stehen. Seit 2013 wurde an dem Umbauprojekt geplant – 4,6 Millionen Euro hatte man veranschlagt. Doch im Dezember vergangenen Jahres machte die Deutsche Bahn der Stadt Borken einen Strich durch die Rechnung.

Die Bahnverantwortlichen teilten mit, dass der für August 2018 vorgesehene Baustart auf unbestimmte Zeit verschoben werden müsse. Der Grund: Deutschlandweit sollen die Bahnsteige einheitlich 76 Zentimeter hoch sein. In Borken sahen die Planungen allerdings eine Höhe von 55 Zentimetern vor – „wie überall im Nahverkehr in Nordhessen und vielen Teilen Deutschlands“, so Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm.

Damit wären die Borkener Pläne hinfällig und müssten dementsprechend geändert werden. Das könnte die Planungen gar um Jahre zurückwerfen, heißt es von Seiten der Stadt.

In der vergangenen Woche kam es zu einem Treffen zwischen Borkens Bürgermeister Pritsch-Rehm und Vertretern der Deutschen Bahn in Frankfurt. Mit dabei war auch Landrat Winfried Becker. Auf Nachfrage von lokalo24 wollte der Borkener Bürgermeister jedoch noch keine konkreten Ergebnisse des Gesprächs verraten: „Es ist Bewegung in die Sache gekommen. Was das am Ende für den Bahnhof Borken zu bedeuten hat, kann ich noch nicht sagen.“

Unterstützen die Initiative für den Ausbau des Borkener Bahnhofs: (v. li.) die Bürgermeister Heiko Manz (Jesberg), Michal Köhler (Bad Zwesten), Claus Steinmetz (Wabern), Dr. Philipp Rottwilm (Neuental) und Marcel Pritsch-Rehm (Borken).

Unabhängig vom Ausgang dieses Treffens hat sich der Borkener Bürger Gerd Friedrich ein Herz gefasst und eine Unterschriftenaktion für den Ausbau initiiert. Dabei hat Friedrich nicht nur die Unterstützung der Stadt Borken, sondern auch die der Nachbarkommunen Jesberg, Bad Zwesten, Wabern und Neuental. „Wer nichts macht, hat doch schon verloren. Es ist schön, dass unsere überparteiliche Initiative jetzt auch Unterstützung aus den umliegenden Kommunen erhält“, erklärt Friedrich gegenüber unserer Zeitung.

Die Unterschriftenlisten lägen in allen Rathäusern und an anderen exponierten Stellen aus, so Bürgermeister Pritsch-Rehm. „Damit möchten wir der Forderung gegenüber der Deutschen Bahn das nötige Gewicht geben“, betont das Borkener Stadtoberhaupt.

Wie lange die Listen ausliegen sollen, konnte Initiator Friedrich nicht sagen. „So lange es nötig ist“, sagt Friedrich. Anschließend sei es denkbar, die Listen direkt an die Verantwortlichen der Bahn in Frankfurt zu übergeben. „Wir hoffen auf eine positive und zeitnahe Lösung des Problems“, macht der Bürgermeister deutlich.

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