Im Interview: Jesbergs Bürgermeister Heiko Manz über sein erstes Jahr im Amt

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Im Interview: Jesbergs Bürgermeister Heiko Manz sprach mit den HEIMAT NACHRICHTEN über sein erstes Jahr im Amt.

Seit erstem Juli letzten Jahres ist der 36-jährige Heiko Manz aus Densberg neuer Bürgermeister der Gemeinde Jesberg. Mit den HEIMAT NACHRICHTEN ließ er sein erstes Amtsjahr Revue passieren.

Von VANESSA VON LENGERKEN

Jesberg. Heiko Manz wurde vergangenes Jahr mit 75,5 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister von Jesberg gewählt. Am 1. Juli des Jahres nahm er in seinem Rathausbüro in der ersten Etage Platz. Nun ließ er im Interview mit den HEIMAT NACHRICHTEN sein erstes Jahr im Amt Revue passieren.

Heimat Nachrichten: Hätten Sie je gedacht, dass es einmal soweit kommt und Sie Bürgermeister von Jesberg sind?

Manz: Als ich damals gefragt wurde, ob ich kandidieren möchte, dachte ich mir ‘was kann es für einen besseren Job geben’. Das hier ist meine Heimat. Durch meine Erfahrungen in der Verwaltung und der Arbeit im Gemeindevorstand bin ich mit den Themen vertraut und kann auch gut mit Zahlen und Personal umgehen. Zudem habe ich keine Berührungsängste, offen mit Menschen umzugehen – alles in allem wohl das Rüstzeug, was man als Bürgermeister haben muss.

HN: Jetzt mal ganz ehrlich, haben Sie es je bereut, Bürgermeister geworden zu sein?

Manz: Nicht einen Tag. Das liegt aber wahrscheinlich an meiner positiven Grundeinstellung. Natürlich gibt es mal Probleme und es klappt nicht immer alles, wie man es sich vornimmt. Aber ich sehe dies lieber als Herausforderung. Und es macht meine Arbeit immer spannend.

HN: Und wie lösen Sie auftretende Probleme? Haben Sie immer einen Plan B im Kopf oder ein Ass im Ärmel?

Manz: Das nicht, aber ich habe ein tolles Team in der Hinterhand. Ich bin ja nicht das Rathaus allein, sondern habe viele Leute, mit denen ich mich besprechen und gemeinsam Lösungen finden kann.

HN: Gab es Kritiker, die Sie aufgrund ihres jungen Alters nicht als Bürgermeister akzeptieren wollten?

Manz: Im Gegenteil: Letztens kam jemand zu mir und meinte, er habe mich nicht gewählt aber das war ein Fehler, das hat mich richtig gefreut.

HN: Was denken Sie, macht Sie als guten Bürgermeister aus?

Manz: Meine Tür steht immer offen, nicht nur sinnbildlich. Ich habe keine Sprechstunden, sondern Bürger können jederzeit zu mir kommen und ich höre mir ihre Anliegen an. Außerdem bin ich bei jeder Veranstaltung in und um Jesberg vor Ort. Auf Facebook erkläre ich auch viel zu aktuellen Themen und zeige persönlich, wo ich unterwegs bin. Quasi ein Bürgermeister zum Anfassen.

HN: Das klingt nach einem vollen Terminkalender. Wie lässt sich das mit Ihrer Familie vereinbaren?

Manz: Ich habe immer viel, auch abends und am Wochenende gearbeitet, vorher noch im weit entfernten Marburg. Jetzt esse ich jeden Mittag zu Hause. Mal kocht meine Frau, mal meine Mutter, Tanten oder Cousinen und wir essen dann mit 10 bis 15 Leuten gemeinsam Mittag. Für meine Familie ist also der Beruf als Bürgermeister ein Gewinn.

Zur Person

Heiko Manz wurde am 15. Juli 1982 in Ziegenhain geboren und wuchs in Jesberg-Densberg auf. Nach Abitur und Wehrdienst absolvierte Manz eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten im Landeskirchenamt Kassel. Bevor Manz Bürgermeister wurde, war er Geschäftsführer des Religionspädagogischen Instituts der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Ev. Kirche in Hessen und Nassau. Manz ist verheiratet und hat zwei Kinder (acht Jahre und 14 Monate alt).

Mit Heiko Manz sprach Volontärin Vanessa von Lengerken.

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