Für ein Jahr gesperrt: Stadtkirche Spangenberg wird innen saniert

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Die Kanzel links kommt weg, dafür erleichtert der Umbau den Blick auf den Altarbereich.
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Die Kanzel links kommt weg, dafür erleichtert der Umbau den Blick auf den Altarbereich.
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Eine große Umbauaktion steht der Spangenberger Stadtkirche bevor. Wände und Böden sollen erneuert werden, aber auch neue Bänke sind unter anderem im Gespräch. Die Kirche bleibt daher für mindestens ein Jahr gesperrt.

Spangenberg. Nachdem bereits das Dach und der Turm der Spangenberger Stadtkirche saniert wurden, steht nun die Innensanierung an. „Die Wände samt dem Putz werden neu gemacht, der Boden, die Technik, die Heizung und sogar ein breiterer Aufgang zum Altar ist in Planung“, erklärt Pfarrer Volker Mantey. Bei den Wänden sei es zudem nicht sicher, ob darunter Malereien gefunden werden, die im 17. Jahrhundert überstrichen wurden. Wenn dies der Fall wäre, müsste noch geschaut werden, welche davon wie erhalten werden könnten.

Die Pfarrer Michael Schümers und Volker Mantey sind gespannt auf das neue Aussehen der Stadtkirche.

„Wir streben auch einen barrierefreieren Zugang an, damit die Stufen am Eingang kein Hindernis mehr darstellen. Wenn das Geld reicht, würden wir uns auch über eine Sakristei freuen,“ so Mantey weiter. In diesem Bauabschnitt soll auch geprüft werden, ob die Sitzbänke wieder eingebaut werden oder ob es rentabler wäre, neue, gemütlichere Sitzgelegenheiten anzuschaffen. Die Fenster, die Orgel samt Empore und die Mariendarstellung bleiben unangetastet. Letztere wird vor Beginn der Bauarbeiten sicher verwahrt.

„Bislang versperrt die Kanzel mehr die Sicht zum Altar, als das sie wirklich genutzt wird“, sagt der Pfarrer, „daher werden wir uns ersatzlos von dieser trennen. Außerdem ist angedacht, die Treppe tiefer werden zu lassen und eine ergänzende Treppe zum Chor anzulegen.“ Auch die Möglichkeit kleine Gottesdienste komplett im Altarraum zu feiern, soll es geben.

Die Kanzel links kommt weg, dafür erleichtert der Umbau den Blick auf den Altarbereich.

Dafür werden, laut Mantey, Sitzgelegenheiten hinter dem Altar angelegt. Des Weiteren soll ein einheitliches Niveau am Boden entstehen mit dezentralen Lüftungsschächten in der gotischen Kirche. Finanziert wird das 750.000 bis 800.000 Euro teure Projekt durch einen Kirchenfonds, bei dem gesammelte Spenden in Höhe von 60.000 Euro verdoppelt wurden sowie durch die Landeskirche und den Denkmalschutz.

Für die Bauzeit von mindestens einem Jahr werden Gottesdienste auf die Hospitalkapelle, das Gemeindehaus und die Kirche in Elbersdorf verlegt. Die Stadtkirche bleibt begehbar, bis das Baustellenschild den Weg versperrt. „Es ist zudem angedacht, sobald die Kirche ausgeräumt ist, den Kirchengängern einen Besuch in der ‘leeren’ Kirche zu ermöglichen“, so Mantey und Pfarrer Michael Schümers.

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