100 Jahre AWO: Zum großen Jahr gibt es wieder die drei beliebtesten und kostenlosen Vorträge im Schwalm-Eder-Kreis

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Freuen sich über 100 Jahre AWO mit einem Pappaufsteller, der die Gründerin Marie Juchacz darstellt: (v. li.) Jennifer Arenth, Stefan Kundelov und Dorith Kühne.

Der Demenz entgegenwirken, Erben und Vererben, sowie Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen: Alles Themen, die in AWO-Vorträgen leicht verständlich erklärt werden.

Schwalm-Eder. Ein wesentliches Element von 100 Jahren AWO-Geschichte ist die Grundaussage, die sich durch das gesamte Konzept zieht: Hilfe zur Selbsthilfe. Die Mitarbeiter bieten ihre Unterstützung an, wollen aber auch die Eigenständigkeit der Menschen wahren. Immer wieder bietet die AWO auch kostenfreie Vorträge an, um interessierte Teilnehmer zu informieren, Gelegenheit zu geben, Fragen zu stellen und Infomaterial zu verteilen, damit frühzeitig an das gedacht wird, was später einmal entscheidend wichtig werden könnte.

Dabei blickt die AWO auf über zehn Jahre Erfahrung in diesen Vorträgen zurück und der Zuspruch lässt kaum nach, wie Sigrid Wieder, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der AWO, berichtet. „Wir bitten zwar immer um telefonische Anmeldung, aber sehr viele kommen auch ohne. Dann stellen wir noch Stühle dazu“, freut sich Wieder.

So kennen sich laut Schätzung von Stefan Kundelov, Leiter der AWO-Altenzentren in Bad Zwesten und Niedenstein rund 75 Prozent zwar mit Vorsorgevollmachten aus, doch bei der Patientenverfügung seien es nur etwa 30 Prozent.

Dabei ist es ein wichtiges Thema vorab zu entscheiden, wann welche Hilfe eintreten soll und wann nicht, falls man nicht mehr selbst darüber entscheiden kann. Dr. Klaus Seubert ist Richter am Amtsgericht Eschwege und bringt das Thema „leicht verständlich herüber, da er sehr praxisorientiert vorträgt“, weiß Dorith Kühne, Leiterin des AWO-Altenzentrums Homberg.

Auch zum Thema Erben gibt es einen Vortrag. Bei Ehepartnern oder Menschen, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, erbt nicht automatisch der Partner alles, wenn gemeinsame Kinder existieren. Auch bei anderen Irrtümern der gesetzlichen Erbfolge räumt Winfried Nagel, Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Erb- und Familienrecht bei den AWO-Vorträgen auf.

Der Dritte im Bunde widmet sich dem Thema Demenz und wie man der Krankheit entgegen wirken kann. „Es kann schon helfen, Gewohnheiten zu drehen. Also etwas mit Links zu machen, das man sonst mit Rechts macht. Dadurch wird das Gehirn fit gehalten“, erklärt Jennifer Arenth, Leiterin des AWO-Altenzentrums Wabern. „Zähneputzen mit der anderen Hand ist ein beliebtes Beispiel.“

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