Jetzt drei Tote: Grippewelle im Schwalm-Eder-Kreis steigt weiter an

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Die Grippe-Welle grassiert im ganzen Land und hat auch im Schwalm-Eder-Kreis schon drei Todesopfer gefordert.

Die Grippe-Welle hat auch den Schwalm-Eder-Kreis fest im Griff. Die Kreisverwaltung meldete bis zum heutigen Dienstag drei Grippetote. Besonders hart hat es vor allem Kindertagesstätten erwischt.

Schwalm-Eder. Die Zahl der Grippetoten im Schwalm-Eder-Kreis ist inzwischen auf drei gestiegen, das teilte die Kreisverwaltung am Montag mit. Am Sonntag sei eine 58-jährige Frau im Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar gestorben. Zuvor waren in der Ziegenhainer Asklepios Klinik eine 62-jährige Frau (am 2. Februar) und ein 58-jähriger Mann (am vergangenen Freitag) gestorben.

„Und ein Ende der Grippewelle ist noch nicht in Sicht“, sagte Dr. Ulrich Klinge, Fachbereichsleiter des Gesundheits­amtes auf Anfrage unserer Zeitung. Am Montag hatte der Kreis noch 75 Influenza-Fälle gemeldet. Und am Dienstagnachmittag waren es bereits 83.

Mehrere von der Grippewelle betroffene Einrichtungen haben sich an das Gesundheits­amt des Kreises gewandt. Beispielhaft nannte Klinge eine Kita in Borken: „Dort sind von 82 Kindern 40 erkrankt. Und acht der 14 Mitarbeiter.“ Aber auch Kindertagesstätten in Ziegenhain, Willingshausen, Remsfeld, Guxhagen, Nassenerfurth und Kleinenglis haben zahlreiche erkrankte Kinder und auch Mitarbeiter gemeldet (Stand: 27.02.).

Dr. Ulrich Klinge, Leiter des Fachbereichs Gesundheit, Verbraucherschutz und Veterinärwesen bei der Kreisverwaltung.

Schützen könne man sich vor der Grippe vor allem durch Handhygiene. „Aktuell raten wir den Menschen im Kreis dringend dazu, aufs Händeschütteln zu verzichten“, sagt Klinge. Hier weitere Tipps:

– Menschenansammlungen meiden

– an der Arbeit regelmäßig lüften (mit Luftaustausch für einen „Abzug“ der Viren sorgen)

– keine Menschen anhusten

– in den Ellenbogen husten

– möglichst nicht mit der Hand ins Gesicht fassen

– möglichst oft Hände waschen – in Einrichtungen: Sorgfältig putzen und – wenn es geht – desinfizieren

Auch die Kreisverwaltung selbst bemüht sich, die Verbreitung der Viren einzudämmen. So sind beispielsweise in den Eingangsbereichen der Behördenstandorte Spender zur Handhygiene aufgestellt.

Zu den Todesfällen sagte Klinge: „Bei allen drei Fällen lagen Vorerkrankungen vor. Das sind in der Regel Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen.“

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