Jetzt geht‘s um Felsberg: Baustart für Ortsumgehung

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Viele Hände, schnelles Ende: Zum offiziellen Spatenstisch kamen auch der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Mitte) und Hessen Mobil-Präsident Gerd Riegelhuth (re.). Eingeladen hatte Bürgermeister Volker Steinmetz (li.).

Jahrzehntelang wurde gesucht, diskutiert und geplant – jetzt wird sie tatsächlich gebaut, die Ortsumgehung für Felsberg. Die neue Straße soll den Ortskern deutlich entlasten. Zum offiziellen Spatenstich kam auch der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir.

Felsberg. Wichtige Entscheidungen sollte man nicht übers Knie brechen. Daran haben sich auch die Felsberger gehalten, als es um das Thema Ortsumgehungsstraße ging. Dass es allerdings mehrere Jahrzehnte bis zum ersten Spatenstich dauern sollte, war sicherlich nicht im Sinne derer, die in all diesen Jahren in der Drei-Burgen-Stadt in politischer Verantwortung standen.

Am vergangenen Donnerstag fiel schließlich der offizielle Startschuss für die Bauarbeiten der Ortsumgehung, bei der die Landesstraße 3220 auf eine 2,43 Kilometer lange neue Trasse gelegt wird. Das Ziel: Den Felsberger Ortskern vom Durchgangsverkehr deutlich entlasten. Dass es sich bei der Ortsumgehung um ein ganz besonderes Projekt handelt, zeigte nicht zuletzt die Anzahl prominenter Teilnehmer am Spatenstich, der auf einer Grünfläche neben dem Felsburgstadion stattfand.

So soll der Verkehr künftig um Felsberg geführt werden: Die Orstumgehung verläuft südlich und wird mit zwei Kreisverkehren an die bestehende Landesstraße angeschlossen.

So fanden der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und Hessen Mobil-Präsident Gerd Riegelhuth den Weg nach Nordhessen. Al-Wazir hob in seiner Ansprache noch einmal die besondere Vorgeschichte der Baumaßnahme hervor. „Die Pläne für eine Ortsumgehung hier in Felsberg reichen bis in die 60er-Jahre zurück, insofern kann man heute wirklich von einem ganz besonderen Tag sprechen“, erklärte der Verkehrsminister. Die Drei-Burgen-Stadt habe einen wunderschönen Ortskern, der allerdings vom Verkehr dominiert werde. „Die Bewohner werden künftig weniger Lärm und Abgase ertragen müssen, Radfahrer und Fußgänger genießen mehr Verkehrssicherheit. Unterm Strich heißt das: Mehr Lebensqualität“, betonte Al-Wazir.

Derzeit würden täglich bis zu 7.600 Fahrzeuge durch Felsberg rollen. Dabei komme es in den engen Kurven immer wieder zu Gefahrensituationen, so der Minister, der sicher ist, dass nach vielen Diskussionen, eine gute Lösung für alle gefunden worden sei.

Bedankten sich bei Bürgermeister Volker Steinmetz für den Baustart der Umgehungsstraße: Mitglieder der Bürgerinitiative "Für Felsberg".

Auch Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz zeigte sich sichtlich erleichtert, dass das Projekt jetzt in Angriff genommen wird. „Seit Jahrzehnten untersuchen wir, wo eine Ortsumgehung gebaut werden könnte. Ich bin froh, dass das Projekt jetzt umgesetzt werden kann“, so Steinmetz. Das Stadtoberhaupt verglich den Prozess mit einem Marathon-Lauf: „Man muss immer das Ziel im Auge haben. Am besten läuft man dabei im Team, um sich gegenseitig zu stärken.“

Echten Teamgeist zeigten auch die Mitglieder der Bürgerinitiative „Für Felsberg“, die mit einem großen Banner mit der Aufschrift „Wir sagen Danke!“ zum Spatenstich gekommen waren.

Bezüglich der Kosten sagte der Verkehrsminister: „Das ist eine gut angelegte Investition“. Die Baukosten belaufen sich nach Angaben des Ministeriums auf 4,8 Millionen Euro. Die Vorfinanzierung übernimmt allerdings die Stadt Felsberg selbst. „Das Land zahlt der Stadt das Geld allerdings in zehn Jahresraten zurück“, sagte Al-Wazir. Die Gesamtkosten werden vom Land auf 5,5 Millionen beziffert. Die Fertigstellung ist für Herbst 2020 angepeilt.

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