Kasseler Polizeimedaille verliehen: Drei Bürger aus dem Schwalm-Eder-Kreis unter den Ausgezeichneten

Stolz und Freude bei der Medaillenverleihung in Kassel: (v. li.) Schwalm-Eder Landrat Winfried Becker, Dirk Eschinger (Polizeidirektion Homberg), Thomas Josef Bischof, Henri Vollbrecht, Sven van Wees und Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat.
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Stolz und Freude bei der Medaillenverleihung in Kassel: (v. li.) Schwalm-Eder Landrat Winfried Becker, Dirk Eschinger (Polizeidirektion Homberg), Thomas Josef Bischof, Henri Vollbrecht, Sven van Wees und Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat.

Bei der 20. Verleihung der Kasseler Polizeimedaille wurden drei Frauen und acht Männer für ihre Zivilcourage geehrt, drei davon sind aus dem Schwalm-Eder-Kreis.

Nordhessen. In Grebenstein, Korbach, Diemelsee, Sontra, Wolfhagen, Fritzlar und Kassel entschieden sich im vergangenen Jahr elf Bürger bewusst dafür, nicht wegzusehen, sondern mutig die Initiative zu ergreifen.

Die drei Frauen und acht Männer wurden für ihr couragiertes Handeln nun bei der 20. Verleihung der Kasseler Polizeimedaille durch den Verein Bürger und Polizei in Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen in dessen Räumlichkeiten ausgezeichnet. Durch entscheidende Zeugenhinweise zu Raubüberfällen auf Banken, entschlossenes Einschreiten bei einem brutalen Gewaltverbrechen oder schneller Reaktionsfähigkeit bei nächtlichen Einbrüchen, konnten die engagierten Bürger die Polizeiarbeit entscheidend unterstützen.

„Wer besonnen handelt und bei der Beobachtung von Straftaten Zivilcourage zeigt, verdient Anerkennung. Mit der öffentlichen Verleihung der Kasseler Polizeimedaille soll diese zum Ausdruck gebracht werden“, so Polizeipräsident Konrad Stelzenbach bei der Begrüßung.

Unter den Ausgezeichneten waren auch Bürger aus dem Schwalm-Eder-Kreis. So halfen die beiden Soldaten Henri Vollbrecht, der in Knüllwald lebt, und Sven van Wees (aus Remagen) dabei, dass ein mutmaßlicher Einbrecher festgenommen werden konnte. Die beiden Männer, die in der Fritzlarer Georg-Friedrich-Kaserne stationiert sind, überraschten am 28. Juni in Kassel in der Wilhelmshöher Allee einen 57-Jährigen, der gerade in ein Geschäft einbrechen wollte. Die beiden Männer vereitelten durch ihr Einschreiten die Tat und der Mann konnte noch auf der Flucht gefasst werden.

Auch Thomas Josef Bischof aus Fritzlar wurde die Polizeimedaille verliehen. Er beobachtete im November des vergangenen Jahres ein verdächtiges Auto, das später den Tätern zugeordnet werden konnte, die versuchten, in den ehemaligen Munitionsbunker in Rothelmshausen einzubrechen. Bischof meldete die Daten des Nummernschildes der Polizei, wodurch der Fall schnell aufgeklärt werden konnte. Bei dem Einbruchsversuch gerieten zwei der mit Feuerwerkskörpern bestückten Bunker in Vollbrand. In Fritzlar musste Großalarm ausgelöst werden. Zahlreiche Feuerwehr- und Polizeikräfte waren im Einsatz.

„Ich bin sehr froh, dass durch die aufmerksame Beobachtung von Herrn Bischof dieser spektakuläre Fall sehr schnell gelöst werden konnte“, so Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat. Und Landrat Winfried Becker erklärte: Diese Menschen sind Vorbilder. Ihr Engagement und ihre Zivilcourage verdienen diese öffentliche Anerkennung.“

Fernsehformat erhält Sondermedaille

Zum zweiten Mal verlieh der Verein Bürger und Polizei in Kassel auch in diesem Jahr wieder die „Polizeimedaille Spezial“. Sie ging an die Fersehsendung „Aktenzeichen XY ...ungelöst“, in der Kriminalfälle vorgestellt werden, deren Klärung trotz intensivster Ermittlungsarbeit bisher nicht geleistet werden konnte. Das von Eduard Zimmermann erdachte Format leistet seit 52 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Kriminalitätsbekämpfung und unterstützt erfolgreich die Ermittlungsarbeit der Polizei. Da der bekannte Moderator der Sendung, Rudi Cerne, verhindert war, nahmen Redaktionsleiterin Ina-Maria Reize-Wildemann und Redakteurin Nicola Haenisch-Korus den Preis entgegen.

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