Ausstellung „Der Stall vor meiner Tür“ machte auch in Gudensberg Station

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Nachdem BI-Mitglieder gefühlte 100 Quadratmeter Schaufensterscheiben geputzt haben, waren die Tafeln bis zum gestrigen Dienstag zu sehen.

Mitglieder der Bürgerinitiative gegen Massentierhaltung machten das ehemalige Kaufhaus Trossbach fit für die Ausstellung.

Gudensberg. Nach Niedenstein und Fritzlar machte die Fotoausstellung der Bürgerinitiative Chattengau „Der Stall vor meiner Tür – Nordhessen im Wandel“ jetzt auch kurzfristig in Gudensberg im ehemaligen Kaufhaus Trossbach Station. In den Schaufenstern in der Rathausgasse zeigte die BI gegen Massentierhaltung einige der Ausstellungstafeln.

Die ganze Ausstellung in den Innenräumen konnte man sich am gestrigen Dienstag, 18. April von 16 bis 20 Uhr anschauen. BI-Sprecher Andreas Grede: „Die Ausstellung will dafür sensibilisieren, welche Auswirkungen die Massentierhaltung auf die nordhessische Region hat und haben wird, wenn die Entwicklung ungebremst voran schreitet. Der Untertitel der Ausstellung lautet deshalb auch ‘Nordhessen im Wandel’.“

Gerade in Gudensberg hat die Ausstellung nach Ansicht der Macher eine große Relevanz, da allein durch die Vergrößerung des Geflügelschlachthofs Plukon rechnerisch ein Mehrbedarf von 30 Mastanlagen mit jeweils 30.000 Tieren Bestand entsteht. Solche Anlagen, die meist mehr als 20 Tiere auf nur einen Quadratmeter quetschen, sind aus BI-Sicht alles andere als artgerecht.

„Bei einer deutlichen Überproduktion von Fleisch in Deutschland sei dies keine zukunftsträchtige Entwicklung, zumal der Export extremen (Preis-) Schwankungen ausgesetzt ist“, stellt BI-Sprecher Andreas Grede fest. Zudem werde Geflügelfleisch zunehmend aus Ländern, wo es noch billiger produziert wird, nach Deutschland importiert. Wer wisse schon, dass das Geflügelfleisch auf einer Tiefkühlpizza meist von Tieren aus Brasilien stammt?

Die Folgen für die Umwelt blieben dann leider direkt vor unserer Tür. Grundwasser und Luft würden belastet, die Wohnqualität leide, und auch die Anstrengungen der Region für den Tourismus würden teilweise ad absurdum geführt.

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