Kaweyar weiterhin verschwunden: Suche mit Leichenspürhunden blieb ergebnislos

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Entlang der Fulda startete die Polizei am Donnerstag, 21. März, eine weitere Suchaktion nach der 5-jährigen Kaweyar. Unterstützung hatten die Beamten von ihren niedersächsischen Kollegen, die den Einsatz der Leichenspürhunde koordinierten.

Guxhagen. Es ist eine Suche nach Gewissheit! Die Polizei startete am Donnerstag noch einmal eine große Suchaktion nach der vermissten Kaweyar aus Guxhagen. Die Fünfjährige wird seit dem 17. Februar vermisst. An diesem Tag, einem Sonntag, wollte das Mädchen ihren fünften Geburtstag feiern. Dafür hatte sich die Familie einen Spielplatz in Guxhagen, direkt an der Fulda gelegen, ausgesucht. Die geplante Feier endete für die aus dem Irak stammende Familie, die erst zwei Monate zuvor nach Guxhagen gezogen war, in einer Tragödie. Am Nachmittag hatte Kaweyars Mutter das Mädchen für kurze Zeit aus den Augen verloren, wie Polizeipressesprecher Volker Schulz im Februar bei der Suche vor Ort erklärte. Seitdem gilt das Mädchen als vermisst.

Nachdem das gesamte Gebiet rund um den Spielplatz ohne Ergebnis abgesucht wurde, konzentrierte sich die Suche auf die Fulda. Trotz Hubschraubereinsätzen mit Wärmebildkamera und Sonarbooten, konnte Kaweyar nicht gefunden werden. Bereits damals ging die Polizei nach Tagen der Suche von einem Unglücksfall aus. Der Aufruf an Anwohner, mögliche Verstecke auf ihren Grundstücken zu überprüfen, brachte ebenfalls keinen Erfolg. Die Folge: Die intensiven Suchmaßnahmen wurden eingestellt.

Doch jetzt, knapp einen Monat später, wurde die Suche noch einmal fortgesetzt. Allerdings war es diesmal eine Aktion, mit dem Ziel, den Leichnam des kleinen Mädchens in der Fulda zu finden. „Da wir keinerlei Hinweise auf ein Verbrechen haben, müssen wir davon ausgehen, dass hier ein Unglückfall vorliegt, weshalb sich die Suche noch einmal auf das Wasser konzentriert“, sagt Polizeipressesprecher Markus Brettschneider auf Nachfrage unserer Zeitung. Um endlich Klarheit in die Sache zu bringen, auch im Sinne der Eltern, wolle die Polizei alle Möglichkeiten, die man habe, ausschöpfen, so Brettschneider.

Noch immer fehlt jede Spur von der fünfjährigen Kaweyar aus Guxhagen.

Ab 10 Uhr suchte die Polizei mit einem Boot und Spezialhunden auf der Fulda nach dem Mädchen. „Bei den Hunden handelt es sich um speziell ausgebildete Leichenspürhunde aus Göttingen, die auf der Wasseroberfläche gewisse Gerüche erschnüffeln können“, erklärt Brettschneider. Die Ausbildung, um auf dem Wasser eingesetzt zu werden, dauert rund acht Wochen und wird an die neunwöchige Ausbildung zum Leichenhund angeschlossen, erläutert Stephanie Hesse, Diensthundführerin der Polizeidirektion Göttingen. „Wo der Hund bellt, ist aber nicht automatisch eine Leiche. Die Hunde differenzieren zwischen Menschenblut, Tierblut und Tierkadavern“, erklärt Hesse und ergänzt: „Nach circa 30 Minuten braucht der Hund eine Pause, weshalb wir mit zwei Hunden vor Ort sind.“

Neben dem erneut abgesuchten Bereich zwischen dem Spielplatz und der Autobahnbrücke (A 7), wurde flussabwärts zusätzlich bis zur Bergshäuserbrücke gesucht, da hier eine große Menge an Treibgut aufgefunden wurde. „Nach dem heutigen Tag sind aktuell keine weiteren Maßnahmen geplant. Sollten wir aber weitere Hinweise erhalten, muss die Situation neu bewertet werden. Wenn es um Kinder geht, ist es für uns Polizisten noch immer etwas emotionaler“, so Brettschneider abschließend.

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